Sanierung und Aufwertung
Stadtrat Ernst Zülle präsentierte den Anwesenden am Gewerbe Lunch das Projekt zur Sanierung und Aufwertung der Hauptstrasse Nord. Am 18. Juni wird darüber abgestimmt.
Stadtrat Ernst Zülle präsentierte den Anwesenden am Gewerbe Lunch das Projekt zur Sanierung und Aufwertung der Hauptstrasse Nord. Am 18. Juni wird darüber abgestimmt.
Kreuzlingen Die Hauptstrasse Nord ist die Langsamverkehrsachse zwischen Kreuzlingen und Konstanz. «Die Sanierung und Aufwertung fällt in das Agglomerationsprogramm der 3. Generation. Das Projekt Hauptstrasse Nord wird vom Bund mitfinanziert», erklärte Stadtrat Ernst Zülle am vergangenen Donnerstag. Beim Projekt gehe es in erster Linie um eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität, einer Reduktion der Trennwirkung sowie um eine Aufwertung des Strassenbildes. «Damit der Bund dieses Projekt finanziell unterstützt, müssen wir bis spätestens Ende 2025 damit begonnen haben.» Ebenso in das Agglomerationsprogramm 3. Generation fällt die Veloverbindung Lengwil-Tägerwilen. «Zum Agglomerationsprogramm der 2. Generation gehören die Romanshornerstrasse und die Löwenstrasse. Hier müssen die Projekt bis Ende 2027 begonnen haben.» Bei der Romanshornerstrasse fehle nur noch der Deckbelag, die Löwenstrasse werde noch in diesem Jahr zur Abstimmung gebracht.
Aktuell habe die Hauptstrasse Nord aufgrund der Fahrbahn und der Parkplätze eine hohe Trennwirkung. «Im Jahr 2017 hatten wir einen Durchgangsverkehr von durchschnittlich 7'500 Fahrzeugen (inklusive Velo) am Tag, im Jahr 2021, vermutlich coronabedingt, 4500 Fahrzeuge am Tag.» Es sei davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt und die Zahlen im Vergleich zu 2017 weiter abnehmen werden. «Aktuell gibt es 45 öffentliche Parkplätze entlang der Hauptstrasse Nord, sowie vier Besucherparkplätze bei der Polizei. Die Bushaltestellen müssen behindertengerecht werden, die Strasse selbst ist in einem schlechten Zustand.»Wie bisher auch sollen die Rechtsvortritte bestehen bleiben, geplant wird die sanierte Strasse mit Tempo 30. «Die Bushaltestelle am Zoll wird vor die Brückenstrasse versetzt und behindertengerecht gebaut, die Velos werden weiterhin auf der Strasse fahren.» Die Strasse sei für Bus und Velo aufgrund ihrer Geradlinigkeit sehr gut geeignet.
Auch die Fahrbahnbreite soll verringert werden, neu liege diese bei 6,2 Meter. «Dadurch wird auch die Querungsdistanz für Fussgänger reduziert. Ebenso unterstreicht die geringere Fahrbahnbreite das Tempo 30», so der Stadtrat.
Des Weiteren werde es ein einheitliches Parkplatz- und Begrünungskonzept geben. Bisher bestünde das Parkplatzangebot aus Kurzzeitparkplätzen. «Wer nach Konstanz zum Einkaufen will, wird sowieso nicht an der Hauptstrasse parken. In 30 Minuten zum Einkaufen und zurück ist sehr sportlich», erklärte Zülle. Ausserdem seien bereits viele private Parkplätze vorhanden, in direkter Umgebung zur Hauptstrasse Nord gebe es rund 200 öffentliche Parkplätze.
«Nach der Sanierung gibt es an der Hauptstrasse Nord noch 21 öffentliche Parkplätze, sowie drei Besucherparkplätze bei der Polizei.»
Das Projekt wird mit 3,8 Millionen Franken budgetiert. Dabei fallen 2,06 Millionen auf den Strassenbau, 704'000 Franken auf die Nebenkosten, 458'000 Franken auf das Projekt und die Realisation, 258'000 Franken Mehrwertsteuer, sowie 320'000 Franken als Reserve und Unvorhergesehenes.
«Der Bund zahlt als Beitrag des Agglomerationsprogramms der 3. Generation 1,22 Millionen Franken, weitere 180'000 Franken fliessen als Beitrag aus dem Strassenfonds 'Unterhalt ehemalige Kantonsstrasse'», zeigte Stadtrat Ernst Zülle auf. Somit bleibe ein Endbetrag von 2'4 Millionen Franken, um den es bei der Abstimmung vom 18. Juni gehe.
Von Nico Wrzeszcz
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