24.10.2023 15:12
Schule und Gemeinde Kemmental haben gewählt
Das Gemeindepräsidium bleibt mit Raffaella Strähl weiblich - Raphael Jud neuer Schulpräsident
Die Entscheidung bei der Wahl ins Gemeindepräsidium war deutlich: Raffaela Strähl-D'Ambrosio heisst die neue Gemeindepräsidentin. Knapper war es bei der Schule. Die Wahl entschied Raphael Jud für sich.
Kemmental Die neue Gemeindepräsidentin vom Kemmental heisst Raffaella Strähl-D'Ambrosio. Bei 844 massgebenden Stimmen und einem absoluten Mehr konnte sie 450 Stimmen für sich verbuchen. Gemeinderat Andreas Häberli bekam 361 Stimmen. «Ich freue mich über die Wahl und bedanke mich bei den Wahlberechtigten für ihre Stimme und das damit entgegengebrachte Vertrauen. Danken will ich auch meinen Wahlhelfern, die massgeblich zum Erfolg beigetragen haben», so Raffaella Strähl nach der Wahl. Sie freue sich auf die neue Herausforderung und auf die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung, der Verwaltung und den Gremien «und bin sicher, dass wir gemeinsam die Herausforderungen meistern».
«Es ist wie es ist», sagt Andreas Häberli zum Wahlausgang, «auch wenn ich es gerne anders gehabt hätte». Er bleibe im Gemeinderat und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit mit Raffaella Strähl an der Spitze der Exekutive. «Sie muss sich natürlich erst einarbeiten, das braucht seine Zeit.» Andreas Häberli sieht eine ganz grosse Herausforderung: Die hohe Pro-Kopf-Verschuldung in der Gemeinde sei ein Problem, welches nicht einfach zu lösen sei und vor allem aus den Werken komme. «Wir haben in unserer grossen Gemeinde ein kostspieliges Leitungsnetz». Er hält die Anpassung von Gebühren für nötig, um das Problem in den Griff zu bekommen. «Die Gemeinde macht Gewinn und kann diesen aufgrund der rechtlichen Situation nicht an die Werke abgeben». Mit Raffaella Strähl sei er der gleichen Meinung. In die Werke seien die nötigen Investitionen zu tätigen, Investitionen seien im Einzelfall aber auch zu prüfen.
Handynummer öffentlich machen
Der Wahlkampf sei eine neue Erfahrung für ihn gewesen, erklärt der zum Schulpräsidenten gewählte Raphael Jud. Er konnte am Wochenende bei 845 massgebenden Stimmzetteln 426 Stimmen und damit drei mehr als das absolute Mehr auf sich verbuchen. Der bisherige ad interim Präsident Oliver Szalatnay bekam 407 Stimmen. «Der Wahlkampf hat sich als intensiv, aber äusserst interessant erwiesen». Trotzdem sei er froh, «ist der Tag der Entscheidung gekommen und natürlich ist dieser umso schöner, wenn man als Wahlsieger feststeht». Er wolle sich an dieser Stelle bei all jenen bedanken, die ihm das Vertrauen geschenkt hätten und ganz speziell seinen aktiven Wahlhelfern, die sich aktiv für dieses Wahlresultat eingesetzt hätten.
«Da der Amtsantritt per 1. Januar 2024 bestimmt wurde, bleibt mir etwas Zeit, mein Leben entsprechend zu organisieren», erklärt er. Es müssten noch Projekte zu Ende geführt und beim aktuellen Arbeitgeber eine Stellvertretung gefunden werden, die einen Teil der Lektionen übernehmen könne. «Zudem will ich mich in dieser Zeit bereits in mein neues Amt als Schulpräsident einarbeiten. Dazu sind einige Gespräche nötig». Dann freue er sich, dieses Amt antreten zu dürfen. Er sei sich bewusst, dass eine intensive Zeit auf ihn warte. Um diese Arbeit seriös ausführen zu können, werde er sich einarbeiten müssen. «Es gilt, die Schule Kemmental genau kennenzulernen, und so wird sich meine Arbeit mit der Zeit automatisch ergeben. Ausserdem sind sicherlich gewisse Projekte am Laufen, die nach Möglichkeit nahtlos weiterlaufen sollen». Was er nicht vergessen habe, sei sein Versprechen, seine Handynummer zu publizieren, um jederzeit für alle erreichbar zu sein.
Jetzt Ja zum Schulraum
«Sehr gerne hätte ich das Amt des Präsidenten der VSG Kemmental übernommen und bereits begonnene Arbeiten und initiierte Entwicklungen, welche ich als Präsident ad interim anregen konnte, weitergeführt», nimmt Oliver Szalatnay Stellung. Als Mitglied der Schulbehörde werde er sich natürlich weiterhin einbringen können und sich für eine gute Schule einsetzen, obwohl das in dieser Funktion nicht in gleichem Ausmass möglich sein werde. «Ich gehe davon aus, dass wir auch in der neuen Zusammensetzung konstruktiv zusammenarbeiten können und das Wohl der Schule für alle Beteiligten jederzeit an erster Stelle stehen wird. Gleichzeitig bin ich gespannt, mit welchen neuen Ideen und Ansichten unsere Arbeit in der Schulbehörde sowohl durch Raphael Jud als auch Leandra Blättler bereichert wird».
Bei allen Personen, welche ihm mit ihrer Stimme und Unterstützung das Vertrauen ausgedrückt hätten, wolle er sich ich herzlich bedanken. «Es ist wichtig, dass wir nun, egal aus welchem Lager wir kommen, die Schule weiterentwickeln und schon am Samstag mit einem gemeinsamen «Ja» zum Schulraumprovisorium dafür sorgen, dass wir in Alterswilen genügend Schulraum zur Verfügung stellen können.»
Mit Freude Aufgabe übernehmen
«Ich bin überglücklich, dass die Wahl für mich positiv ausgegangen ist. Der Wahlkampf im Vorfeld war für mich sehr intensiv und nicht immer ganz einfach», so das neue Schulbehördenmitglied Leandra Blättler. Sie wurde mit 429 Stimmen gewählt. Sie sei sich auch bis zur Entscheidung nicht sicher gewesen, welche Partei ausreichend Stimmen haben werde. «Umso mehr erfreut es mich, dass ich das absolute Mehr erreicht habe, und möchte mich an dieser Stelle bei allen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen in mich bedanken». Ein Dank gehe an die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, ohne welche das Wahlergebnis niemals so ausgegangen wäre. «Nun freue ich mich per 1. Januar 2024 diese Aufgabe und Zusammenarbeit mit Raphael Jud als Schulpräsidenten und den bisherigen Behördenmitgliedern übernehmen zu dürfen».
red