Siegreicher Auftakt in die Auf-/Abstiegsrunde
27:21-Heimerfolg gegen Olten
Die Kreuzlingerinnen haben den ersten Test bestanden. Gegen den SPL2-Qualifikationsersten Olten resultierte beim Start in die Auf-/Abstiegsrunde ein 27:21-Sieg.
Die Kreuzlingerinnen haben den ersten Test bestanden. Gegen den SPL2-Qualifikationsersten Olten resultierte beim Start in die Auf-/Abstiegsrunde ein 27:21-Sieg.
Handball Es war das erwartet schwierige Startspiel vor 200 Zuschauern in der heimischen Egelseehalle. Hier die Kreuzlingerinnen, welche die Enttäuschung über den verpassten Einzug in die SPL1-Meisterrunde eine Woche zuvor in kurzer Zeit wegstecken mussten, dort der aufstiegswillige SPL2-Qualifikationssieger aus Olten (23:5 Punkte), der am Bodensee nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen hatte. Dazu fehlte beim HSCK mit der tschechischen Spielmacherin Pavlina Novotna eine Leistungsträgerin verletzungsbedingt.
Die Solothurnerinnen und ihr Trainer Christian Müller machten gleich von Beginn weg klar, wie sie den Favoriten ins Stolpern zu bringen gedachten. Mit einer extrem offensiven 3:3-Abwehr versuchten sie die physische Überlegenheit der Thurgauer Rückraumschützinnen zu brechen. Es entwickelte sich so kein wirklich ansehnliches Handballspiel. Und die Kreuzlingerinnen bekundeten zu Beginn viel Mühe mit der ungewohnten Aufgabe, weil sie viel zu statisch agierten und weil ihnen zu viele Fehler unterliefen. Erst als Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug ihre Torhüterin im Angriff durch eine siebte Feldspielerin ersetzte, bekam der HSCK die Gäste besser in den Griff. Am Ende der ersten Halbzeit mussten sich die Thurgauerinnen aber in erster Linie bei ihrer überragenden Torfrau Frederikke Siggaard bedanken, dass sie mit einer 13:11-Führung in die Kabine gehen durften. Die 24-jährige Dänin, welche auf diese Saison hin aus der 2. Bundesliga an den Bodensee gewechselt hatte, brachte die gegnerischen Penaltyschützinnen reihenweise zur Verzweiflung. Zuerst traf die SPL2-Torschützenkönigin und dreifach Schweizer A-Nationalspielerin Nina Van Polanen nur die Latte (2. Minute/0:0), dann scheiterten die SPL1-erfahrene Ivana Müller-Ravlic (6./1:1), nochmals Van Polanen (10./4:3) und Müller-Ravlic (16./8:6) sowie in der Endphase dieser ersten Halbzeit auch noch Nicole Witschi (25./11:9) sowie Simona Negroni (29./12:10) an der überragenden Kreuzlinger Keeperin oder an der Torumrandung.
Den Schock von sieben (!) verschossene Penalties mussten die Solothurnerinnen zuerst einmal wegstecken. Dazu gesellte sich zu Beginn der zweiten Halbzeit gleich der nächste Rückschlag. Der HSCK erwischte nämlich den weitaus besseren Start und erhöhte das Skore innerhalb von knapp eineinhalb Minuten auf 16:11. Als Topscorerin Pahske Marku nach dem achten (!) vergebenen Penalty der Gäste wenig später auf 17:11 nachlegte, begann sich der Kreuzlinger Startsieg bereits früh abzuzeichnen. Der Oberklassige geriet in der Folge denn auch nie mehr in Bedrängnis, lag immer mit mindestens fünf Toren vorne, und brachte so schliesslich einen 27:21-Startsieg und zwei wichtige Punkte ins Trockene. Neben dem HSCK kamen auch Herzogenbuchsee (35:20 gegen Arbon/SPL2) und Thun (28:23 gegen Zürich) zu Startsiegen.
Für den HSC Kreuzlingen geht die zehn Spieltage umfassende Auf-/Abstiegsrunde am Mittwoch, 9. März, mit dem Gastspiel in der Zürcher Saalsporthalle bei GC Amicitia weiter. Eine Woche später folgt das erste Thurgauer Derby beim HC Arbon. Das nächste Heimspiel steht dann am Samstag, 19. März, 19 Uhr, gegen den Ligakonkurrenten HV Herzogenbuchsee auf dem Programm.
red
HSC Kreuzlingen – SG HV Olten 27:21 (13:11)
Egelsee. – 200 Zuschauer. – Sr. Haldemann/Neumann.
Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Kreuzlingen, 1-mal 2 Minuten gegen Olten.
Kreuzlingen: Siggaard (1.-60./13 Paraden, davon 5 Penalties!), Wörner; Mayer (1), Kampelmühler (1), Skoricova (2), K. Novotna (5/2), Weidmann (4), Rothacker, Marku (4), Gulyas (3), Lischka (1), Olsovska (6).
Olten: Morell (1.-23./1 Parade), Knörr (23.-60./12 Paraden); Jónsdóttir (1), Müller-Ravlic (9/1), Schlegel, Zeder, Zanitti (2), Negroni (6), Abdirahman, Witschi, Van Polanen (2), Shabanaj (1).
Bemerkungen: Kreuzlingen ohne P. Novotna (verletzt), Klein, Plüss (beide rekonvaleszent) und Heinstadt (krank); Olten u.a. ohne Bopp. – Penaltystastistik: Kreuzlingen 2 von 2, Olten 1 von 9. – Rausch-Best-Player: Frederikke Siggaard (K) und Stephanie Knörr (O).
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