Visualisierung des Neubaus. In knapp einem Jahr soll dieser in Betrieb gehen. zVg
29.09.2022 00:00
Stadt übernimmt Hallenbad
Alle Kreuzlinger Bäder sollen in eine Hand übergehen - Das Bad Egelsee macht den Anfang
Wenn der Gemeinderat am kommenden Donnerstag zustimmt, wird die Stadt den Betrieb des Hallenbades Egelsee übernehmen. Die Betriebskosten werden wie in der Abstimmungsbotschaft festgehalten, geteilt: 30 Prozent Sekundarschule, 70 Prozent Stadt.
Kreuzlingen Am kommenden Donnerstag wird der Gemeinderat darüber befinden, ob die Stadt die Betriebsführung der Gesamtanlage Bad Egelsee übernehmen kann. An der Medienkonferenz am Dienstagmorgen informierten Schulpräsidentin Seraina Perini, Stadträtin Dorena Raggenbass und Stadtpräsident Thomas Niederberger.
Kostenteiler bleibt
«Es ist schon lange bekannt, dass es sinnvoll ist, die Bäder in einer Hand zu haben», sagte Seraina Perini zu Beginn. Für das Bad Egelsee sei die Übernahme durch die Stadt in einer Vereinbarung geregelt worden. «Die faire, langfristig sinnvolle Form wurde in einem Vertrag geregelt», sagte sie. Ganz wichtig sei es zu wissen, dass der Kostenteiler für den Betrieb bei der in der Botschaft zur Volksabstimmung definierten Zahl von 30 Prozent für Sekundarschule und 70 Prozent für die Stadt bestehen bleibe. Der Vertrag regle auch die Besitzverhältnisse: Der Bestandesbau Thermalbad bleibe bei der Schule, der Neubau und der Zwischenbau gehöre der Stadt. «Der Bau ist im Zeitplan, die Baukosten im bewilligten Kreditrahmen», konnte Dorena Raggenbass mitteilen. Damit soll der Erweiterungsbau im Herbst 2023 in Betrieb genommen werden können, der Zusammenschluss mit dem Bestandesbau und die Einweihung des Gesamtbades ist für den Herbst/Winter 2025 vorgesehen. «Mit der Übernahme der Betriebsführung übernimmt die Stadt auch sämtliche Vereinbarungen, die die Sekundarschule 2019 mit den Schulbehörden und den Politischen Nachbargemeinden abgeschlossen hat». Die Vertragspartner würden im September schriftlich über das Vorgehen sowie über die Zahlungen der Betriebsbeiträge ab Kalenderjahr 2025 informiert. «Vorbehalten bleibt natürlich die Zustimmung durch den Gemeinderat am 6. Oktober.»
Neue Stelle Ressortleiter
Es sei vorgesehen, dass die Sekundarschule den Betrieb am 1. Juli 2023 an die Stadt übergeben wird. Danach werde eine Betriebskommission, bestehend aus Vertretern der Sekundarschulbehörde und der Stadt, der Gemeinderates, der Regionalplanungsgruppe, Campus Thurgau und Sportnetz eingesetzt. Eine Richtlinie regle die Aufgaben und Kompetenzen der Betriebskommission. Die Betriebsführung liege beim Departement Gesellschaft, neu werde die Stelle eines Ressortleiters Sportanlagen und Betriebe geschaffen, so Dorena Raggenbass.
Das Personal werde von der Stadt übernommen. «Es geht natürlich auch darum, Synergien zu nutzen, deshalb ist vorgesehen, das Freibad Hörnli in die neuen Strukturen zu übernehmen. Was die Betriebskosten betreffe «gehen wird als Basis von den Zahlen in der Volksbotschaft aus», erklärte die Stadträtin. Darin werden der Personalaufwand mit 840'000 Franken, Energie, Strom, Wasser, Abwasser mit 205'000 Franken und Sachaufwand mit 342'000 Franken beziffert. Es wird mit Eintritten in Höhe von 400'000 Franken gerechnet. Beiträge kommen vom Kanton (150'000 Franken), Nachbargemeinden (260'000 Franken), Stadt (229'000 Franken), Sekundarschule (98'000 Franken), Primarschule 150'000 Franken sowie Vermietungen und Caféteria (100'000 Franken). Die Beitragszahlungen werden ab 2025 in Rechnung gestellt, dem ersten Jahr, in dem das Gesamtbad in Betrieb ist.
Von Kurt Peter