09.02.2023 09:28
Stehaufmännchen Ueli Fisch
Der Ex-Stadtpräsidentkandidat will für die GLP in den Nationalrat
Von irgend einem Plakat her lächelt einem Ueli Fischs charmantes Lächeln immer irgendwo an. Der Ottoberger Familienvater gibt nicht auf und findet nach jeder Wahlniederlage wieder neue Motivation für eine Kampagne. Aktuell kandidiert er mit der GLP für den Nationalrat.
Weinfelden Gerade erst noch war Ueli Fisch tief enttäuscht über seine Wahlniederlage fürs Stadtpräsidium. Und nun ist er bereits wieder Feuer und Flamme für den Nationalratswahlkampf. Für irgend ein Amt scheint der Ottoberger immer zu kandidieren. Oftmals war eine Wahl knapp, so wie 2019 als es fast für einen Sitz im Nationalrat reichte. «Es geht nicht primär mich meine Person, sondern um die GLP als Partei », erzählt Ueli Fisch. Denn für deren Grundsätze steht Fisch voll und ganz ein. Dies wurde ihm mitunter vielleicht bei der Wahl des neuen Stadtpräsidenten zum Verhängnis. Vieles Verändern, ausgeprägtes grünes Zukunftsdenken - eigentlich alles gute Ansätze, doch für das Volk vielleicht zu einseitig? In Bern möchte er in allererster Linie die grünliberale Philosophie vertreten. «Das heisst, die Energiewende zusammen mit der Wirtschaft und nicht gegen sie umsetzen.» Er sei Unternehmer und wolle daher auch in Bern eine Stimme für die Wirtschaft sein. «Ebenso möchte ich mich für eine progressive Gesellschaftspolitik einsetzen. Sprich für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.» Wie denn seine Wahlkampagne aussehen werde, fragen wir. «Man wird einen gewohnt lebendigen und engagierten Wahlkampf von mir sehen.» Da es aber kein Exekutiv- sondern ein Legislativ- Wahlkampf sein, werde man als 6-er Team der GLP auftreten und gemeinsam einen intensiven Wahlkampf im ganzen Kanton zeigen. «Der Fokus wird wieder auf dem Strassenwahlkampf liegen, daneben aber natürlich auch auf den sozialen Medien. Also möglichst oft in Kontakt mit den Wählerinnen und Wähler kommen, so die Devise.»
Wenn die Wahl, dann Stadtpräsident
Hätte es mit dem Amt als Weinfelder Stadtpräsident geklappt, hätte er sich gegen eine Kandidatur in den Nationalrat entschieden. «Ich habe auch während des Wahlkampfs kommuniziert, dass ich nicht bei den Wahlen antreten würde, wenn ich als Stadtpräsident gewählt würde. Die Nationalratswahlen waren für Ueli Fisch immer eine Option. «Definitiv habe ich mich dann nach den Stadtpräsidiumswahlen entschieden. » Ob er nicht langsam müde sei von all den bisher ergebnislosen Wahlkampagnen? «Nein ich bin sehr motiviert. Nachdem ich 2019 nur knapp nicht gewählt wurde, hoffe ich, dass es dieses Mal klappt.» Es sei ihm auch wichtig, mit seiner Präsenz im Wahlkampf die Grünliberalen als Partei im Thurgau weiterzubringen. «Das hat in den letzten Jahren sehr gut geklappt, wir haben stark zugelegt.»
Von Desirée Müller