28.04.2022 09:33
Thurgauer Festchor forscht nach Wurmbaslen und Promis – «Mir sind Thurgau»
"For English please choose 1. Für Thurgauer Deutsch wählen Sie die zwei. Herzlich willkommen zur Ausstellung über den Thurgau. Thurgau: Der Ort, wo Sie vielleicht bald schon Ihr Haus stehen haben.»
Region Die Stimme im Ohr gehört Musicaldarstellerin Marisa Jüni. Sie führt durch das Konzert, das als Werbeveranstaltung für den Thurgau konzipiert ist. Der Thurgauer Festchor (60 Sängerinnen und Sänger) singt «Du bisch Heimat», flüstert «Runggle butze» und ruft «Ase schöö!». Die Singenden wissen mehr über Persönlichkeiten, Sprache und Eigenheiten des Thurgaus als der Durchschnitt. Sie berichten von Thurgauer Promis, als würden sie mit ihnen in einer WG wohnen. Alte Thurgauer Ausdrücke werden mit Reggae, Rock’n’Roll und Funk unterlegt. Der Festchor singt von der Liebe zum Thurgau, das Instrumentalensemble begleitet und spielt Solonummern wie den Thurgauer Marsch. Das Programm «Mir sind Thurgau» ist dem Thurgauer Dialekt, den Thurgauer Eigenheiten, der Thurgauer Lebensart gewidmet. Eine 60-minütige Hymne an den Apfelkanton mit allen Ecken, Kanten und wurmstichigen Stellen.
David Lang hat das szenische Konzert «Mir sind Thurgau» für den Thurgauer Festchor komponiert. Seine Recherchen führten ihn durch Zeitungsartikel und an Stammtischgespräche. Unter seiner Leitung singt und moderiert Marisa Jüni, begleitet vom Ensemble, bestehend aus Christian Schwager (Trompete), Benjamin Bassetto (Posaune), Felix Meisterhans (Saxofon), Karin Sobaszkiewicz (Akkordeon), Jean-Pierre Dix/Adrian Uhr (Bass) Phil Dold (Perkussion) und David Lang (Klavier). Hans Ruedi «fis» Fischer schrieb zum Lied «Spure» den Text.
Interview mit dem Chorpräsidenten Sandro Niklaus und dem Komponisten und musikalischen Leiter David Lang
Sandro Niklaus, acht Konzerte an zwei Wochenenden. Wie schafft das ein Chor?
Sandro Niklaus (lacht): Man weiss im Voraus nicht, was es bedeutet, 8 Konzerte an zwei Wochenenden zu organisieren und dann noch aufzutreten. Aber «Mir sind Thurgau» ist so etwas Einzigartiges und Begeisterndes, dass es der ganze Kanton hören muss.
Was hören wir denn im Konzert?
David Lang: Das Publikum wird in eine fiktive Ausstellung über den Thurgau mitgenommen. Das Ziel der Stimme im Ohr ist, dass man aus dem Konzert kommt und sich aus lauter Begeisterung ein Fleckchen Thurgauer Land kaufen geht. (lacht)
Wir vom Chor haben die Stimme im Ohr noch nie gehört und sind natürlich mächtig gespannt auf die kommenden Proben.
Man kennt die Stimme im Ohr alias Marisa Jüni von zwei Musicals in Mammern und vom Musical «Schweizermacher» letzten Sommer in Kreuzlingen. Was macht Frau Jüni, wenn sie nicht gerade im Thurgau eingespannt ist?
Sie singt im kommenden Herbst in der Maag Music-Hall im Musical «Sister Act» die Rolle der Nonne Sister Mary, eine Hauptrolle. Ihre Karriere ist mächtig in Schwung gekommen. Nachdem sie in Mammern war. (lacht laut)
Eingesandt