04.05.2022 08:33
Tierpark investiert in die Zukunft
Im Zentrum der Generalversammlung stand die Gebäudeerweiterung
Mit der Zustimmung der Generalversammlung zu Investitionen in die Erweiterung des Tierparkgebäudes, wurde ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Vereins gesetzt. Die Botschaft zur Erweiterung des Tierparks kommt im Winter in den Gemeinderat.
Kreuzlingen Zur Generalversammlung des Tierparks begrüsste Präsident Elmar Raschle inzwischen traditionell bei den Volieren. Den Rundgang durch die Anlagen am Dienstagabend nutzte er auch dieses Jahr für den Jahresrückblick und die Aussichten der nahen Zukunft. «Die Wiese südlich der Allee müssen wir für unsere Geissen weiterhin übergangsmässig nutzen, weil die Erweiterung des Tierparks und die damit zusammenhängende Verschiebung der Tennisplätze ins Seezelg nicht innert der geplanten fünf Jahre umgesetzt werden konnte», erklärte Elmar Raschle.
Klare Zustimmung für Erweiterung
Um für das Personal bessere Bedingungen zu schaffen, soll das Tierparkgebäude um sechs Meter verlängert werden. «Das gibt uns Platz für WC, Nasszellen und Aufenthaltsraum», sagte der Präsident. Eine Grobrechnung zeige Kosten von 234 500 Franken auf. An der Generalversammlung wollte er von den Stimmberechtigten wissen, ob der Verein bereit ist, einen entsprechenden Betrag zu investieren. «Wir haben über Jahre gespart, die Investition können wir uns leisten», ergänzte Elmar Raschle. Das Anliegen des Vorstands fand Zustimmung. Für Stadtpräsident Thomas Niederberger «ein positives Zeichen an den Gemeinderat, der über eine Botschaft zur Erweiterung des Tierparks im Dezember dieses Jahres oder im Januar 2023 befinden wird». Der Stadtrat habe in einem Grundsatzentscheid festgehalten, dass er den Tierpark Kreuzlingen unterstütze und die Projekte zeitnah umsetzen wolle.
Mehr Geld im Tierparkkässeli
Der Kassenbericht wurde von Ruth Beringer präsentiert. Die Rechnung 2021 schloss mit einem Gewinn von 9200 Franken. «Besonders bemerkenswert ist der Verkauf der Futtersäckli, er stieg gegenüber dem Vorjahr um über 11000 Franken auf 51 000 Franken», sagte die Kassierin. Das habe wohl damit zu tun, dass aufgrund der Pandemie mehr Personen in der Schweiz Ferien gemacht oder zu Hause geblieben seien. Die Lohnkosten seien auf 75 500 Franken gestiegen, in diesem Bereich seien Anpassungen gemacht worden. Das Eigenkapital des Tierparks belaufe sich per 31. Dezember 2021 auf 421 500 Franken.
Videokamera für Überwachung
«Leider gibt es immer wieder Personen, die dem Tierpark Schaden zufügen, ins Gebäude wurde eingebrochen, hier sorgt nun eine Videokamera für die Überwachung», erklärte Elmar Raschle. Betroffen sei auch die Voliere, in der nach der Umgestaltung bedrohte Vogelarten untergebracht sind. «In regelmässigen Abständen werden die Gitter aufgeschnitten, deshalb wird auch hier eine Videoüberwachung installiert». Sollte die Person davon ausgehen, den Vögeln die Freiheit zu schenken und Gutes zu tun, sei dies ein grosser Irrtum. «Es sind Zuchtvögel, die in der Freiheit nicht überleben», bestätigte Cheftierpflegerin Isabelle Rutz.
Kurt Peter