28.02.2022 14:13
Turnvereine testen ihre Fitness
Hallen-Leichtathletik-Meisterschaft in Münchwilen
Nach zwei Jahren Pause haben 20 Teams aus den Thurgauer Turnvereinen die Hallen-Leichtathletik-Meisterschaft (LMM) in Münchwilen genutzt, um ihren Trainingsstand wettkampfmässig zu testen. Neuwilen überflügelte dabei Affeltrangen und Gastgeber Balterswil in den stärksten Kategorien.
Leichtathletik In den Disziplinen Dreihupf, Medizinballstossen, Pendelstafette und Steeple sind jeweils fünf bis sechs Turnerinnen und Turner pro Riege im Einsatz, und die vier besten Resultate pro Disziplin kommen in die Wertung. Die Jungs der Jugi Neuwilen berichten motiviert, dass sie viel gut und trainiert hätten, und dass es entsprechend auch gut laufe. Die erste Riege schwingt denn auch in der Kategorie Jugend klar vor Affeltrangen und Müllheim obenaus.
Guter Wettkampftest und Hoffnung auf Normalität
Gemäss ihrem Betreuer Marc Bruni ist der Nachwuchs zum ersten Mal dabei, während die aktiven Neuwiler Turner regelmässig mit von der Partie sind: "Weil wir unsere Abendunterhaltung nicht durchführen konnten, wollen wir den Jungs endlich wieder einmal einen Ernstkampf bieten – und sie sehen einmal, was wir Grossen jeweils machen", erläutert er. Die Hallen-LMM sei immer ein guter Wettkampf in der Vorbereitung auf die Turnfeste im Sommer. "Und um etwas Normalität im Turnjahr sind wir alle froh", fügt er strahlend an – und spricht damit wohl vielen Teilnehmenden aus dem Herzen.
Sportlich sind die Neuwiler auf jeden bereit: Die erste Riege gewinnt in der Kategorie der Aktiven Turner vor Herznach (AG) und Gastgeber Balterswil 1, der die gemütliche Festwirtschaft organisiert. Die Gäste aus dem Fricktal sind schon seit mehreren Jahren dabei: "Wir führen einen ähnlichen Wettkampf durch, und der Ausflug in den Thurgau ist jeweils eine tolle Trainingsgelegenheit", erklären sie einhellig.
Schwierige Vorbereitung
Die Frauen im Mixed-Team des Gastgebers Balterswil machen dagegen zum ersten Mal aktiv mit. "Es läuft ganz gut dafür, dass wir nie geübt haben", erzählen sie lachend. Mani Aeberhard, der für den Thurgauer Turnverband (TGTV) die LMM organisiert, sieht den Anlass ebenfalls als wettkampfmässiges Zwischenziel für die Vereine. Er vermutet aber auch die coronabedingt schwierige Trainingssituation als Grund, weshalb nur 20 statt der sonst üblichen 30 bis 40 Teams dabei sind.
Unter die fröhlichen Anwesenden mischt sich auch die neue TGTV-Präsidentin Karin Ess-König. Sie schätzt die Verbindung von Turnnachwuchs und aktiven Turnerinnen und Turnern: "Die Jugendlichen sehen so, dass auch den Aktiven nicht alles leicht fällt – wie der anstrengende Steeplelauf", erklärt sie mit einem anerkennenden Nicken zu den kämpfenden Athleten. Alle Unentwegten durften zum Schluss den traditionellen Salami in Empfang nehmen.
red