Über 100 Schülerinnen und Schüler im Einsatz
Jedes Jahr findet es statt, das Bochselnachttheater von Schülerinnen und Schülern der 3. Sekundarschule in Weinfelden.
Jedes Jahr findet es statt, das Bochselnachttheater von Schülerinnen und Schülern der 3. Sekundarschule in Weinfelden.
Weinfelden Seit Beginn des Schuljahres bereiten sich die Schülerinnen und Schüler auf das Ereignis des Jahres vor. Das Bochselnachttheater hat ebenso wie die Bochselnacht mittlerweile eine grosse Tradition. Waren es anfangs «nur» zwei Lektionen in der Woche, sind die Schüler nun in der intensiven Vorbereitungsphase angekommen. Sie haben sich in verschiedenen Ressorts organisiert, dazu gehören Schauspiel, Bühnenbau, Requisiten, Public Relations und Musik.
Angela Curau, zusammen mit René Stucki und Samuel Curau für die Musik und Technik verantwortlich, befinden sich bereits seit dem Frühling in den Vorbereitungen. «Wir proben fünf Lieder für das Theater. Um es einzustudieren, benötigen wir für jedes zwischen 24 und 36 Stunden.»
Christa Büchel, Fachlehrerin Technisches Gestalten, ist für die Maske und die Perücken verantwortlich. Etwa zehn Schülerinnen bringt sie in kürzester Zeit das Maskenbildnern bei. In der Projektwoche lernen die Schülerinnen erst in der Theorie, später folgt dann die Praxis. Im Raum nebenan befinden sich die Requisiten und Kostüme. «In all den Jahren des Theaters haben wir bestimmt zwischen 2000 und 3000 Kostüme angesammelt», erklärt Doris Seemann, Lehrerin für Textiles Gestalten. Ein Grossteil davon sei gekauft, einige Kostüme werden aber auch von den Schülerinnen und Schülern selbst genäht. Bis zum heutigen Donnerstag müsse alles fertig sein, erzählte sie am Montag.
Bereits in der dritten Woche des Schuljahres wurden die Schauspieler für das Bochselnachttheater gecastet. «Wir haben 21 Schauspieler für das Stück, 18 haben eine Sprechrolle, zwei sind Statisten, dazu kommt eine Souffleuse», so Andres Bertschinger, Schulleiter sowie verantwortlich für Regie und Schauspiel. Seit Freitag seien die Schüler intensiv am Proben, am Dienstag ging es erstmals auf die Bühne. «Die Zeit in der Schule zum Lernen ist für die Schüler gar nicht so lang, wie sie anfangs dachten. Viele müssen sich ranhalten mit dem auswendig lernen des Textes.» Nervosität sei den Schülern anzumerken, aber in einer positiven Art und Weise. Lukas Huber spielt die Rolle des Oliver Twist. «Generell macht es Spass mitzuspielen und zu proben. Teilweise ist es aber auch schwierig, da ich eher eine traurige Rolle spielen muss.»
Mittlerweile sollten die Bühnenbilder fertig sein. «Sie haben ein Input-Paper bekommen mit Infos zu dem damaligen, viktorianischen Stil. Die Schüler haben die Hintergründe selbst gezeichnet, über Folien und Projektoren wurden die Bilder auf die Hintergründe projiziert und abgezeichnet», sagte Lehrer Samuel Bosshart. Rund 20 bis 25 Schüler waren am Fertigen der Bühnenbilder beteiligt. Dass das Stück «Oliver Twist» in diesem Jahr gespielt wird, hängt noch mit Corona zusammen. «Eigentlich hätte das Stück schon früher gespielt werden sollen. Da die Planungen damals schon fortgeschritten waren, haben wir das nun nachgeholt», so Alisa Elsener.
Die öffentlichen Vorführungen des Bochselnachttheaters finden am 20. und 21. Dezember jeweils um 19.30 Uhr in der Alten Turnhalle TBS 2 statt.
Von Nico Wrzeszcz
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