Ruedi Wolfender, Daniel Geisselhardt und Dorena Raggenbass erläuterten die Sanierungsmassnahmen. Kurt Peter
17.02.2022 06:00
Update für den Fussballplatz
Das Hauptspielfeld auf dem Klein Venedig wird in diesem Sommer saniert
Die Stadt Kreuzlingen hält die Fussball-Infrastruktur auf neuem Stand. Nach der Anlage auf dem Döbele folgt nun das Hauptspielfeld auf dem Klein Venedig.
Kreuzlingen «Im Schnitt müssen wir alle 15 Jahre an die Sanierung der Fussballplätze», erklärt die zuständige Stadträtin Dorena Raggenbass. Nun liegt das Baugesuch für die Sanierung des Hauptspielfeldes Klein Venedig auf. Der dafür vorgesehne Betrag von 1,3 Millionen Franken wurde mit dem Budget 2022 bewilligt. «Mit der momentan laufenden kleinen Sanierung des Clubhauses und dem Neubau des Garedrobengebäudes steht der FC Kreuzlingen nach Abschluss der Sanierung des Hauptspielfeldes top da», sagte Präsident Daniel Geisselhardt.
Verschmutzter Aushub
Ausser der Verlängerung der Tribünen auf beiden Seiten um 30 Meter werde man optisch nicht viel wahrnehmen können, so Projektleiter Ruedi Wolfender. «Die Sanierung garantiert der Stadt Kreuzlingen ein Spielfeld, welches 1.-Liga-tauglich ist». Dazu gehöre auch die neue Beleuchtung auf den 16 Meter hohen Masten, die alle ersetzt würden. «Die LED-Leuchten verfügen über eine Lichtstärke von 200 Lux». Die Bauarbeiten beginnen nach dem letzten Heimspiel Mitte Juni und dauern bis in den Spätherbst. In dieser Zeit werden 8200 Quadratmeter Naturrasenspielfeld eingebaut, 1000 Quadratmeter Fläche werden zusätzlich bearbeitet. 950 Quadratmeter werden mit Verbundsteinbelag ausgestattet. «Zusammen mit den verlängerten Tribünen gewähren wir den Matchbesuchern gute Voraussetzungen», sagte Wolfender. Der Grabenaushub betrage knapp über 1000 Kubikmeter, wovon der grösste Teil schwach verschmutztes Material sei, ein kleinerer Teil stark verschmutzt. «Wobei wir noch nicht genau wissen, worauf wir in 80 Zentimetern Tiefe treffen». Die Grabungen sind für die 1600 Meter Drainageleitungen und 570 Meter Bewässerungsleitungen nötig.
Heimspiele auf dem Burgerfeld
Neben der neuen Beleuchtung gibt es auch eine neue Akkustikanlage, «die heutigen Lautsprecher entsprechen weder von der Technik noch vom Standort her den Bedürfnissen der durchschnittlich 300 Matchbesuchern pro Heimspiel», so der FCK-Präsident. Trainer und Auswechselspieler der Heim- und Gastmannschaft erhalten neue Mannschaftsunterstände.
«Die Baustellenzufahrt war eine Herausforderung», erklärte Ruedi Wolfender. Sie wird nun über den Parkplatz auf dem bestehenden Weg entlang des Ufers erstellt. «Dies macht den Bau eines provisorischen Fussweges nötig. Dieser wird näher ans Ufer gerückt und in Verbindung mit einer Übung des Zivilschutzes erstellt», erzählt er weiter. Für den FC Kreuzlingen bedeute die Sanierung eine Herausforderung in Bezug auf die Trainingseinheiten und Meisterschaftsspiele, so Daniel Geisselhardt. «Die Junioren und die Bodensee-Kickers bleiben auf dem Klein Venedig, die beiden aktiven Mannschaften bestreiten während der Baumassnahmen Training und Heimspiele auf dem Burgerfeld». Theoretisch wäre, so Ruedi Wolfender, der Platz auf dem Klein Venedig nach den Herbstferien wieder bespielbar, «das hängt aber von vielen Faktoren ab». Von Kurt Peter