Modellfoto des Erweiterungsbaus vom Studienauftrag. zVg
02.06.2022 06:30
Variantenentscheid gefallen
Volksschulgemeinde Kemmental: Als nächste Schritte folgen Vorprojekt und Baukredit-Antrag
Die Planung des Schulareals Alterswilen kommt voran. Die Schulbehörde hat sich auf Antrag der Planungskommission für die Weiterentwicklung des Siegerprojektes aus dem ursprünglichen Projektwettbewerb entschieden.
Kemmental «Die breit abgestützte Planungskommission entscheidet sich für die Weiterentwicklung des Siegerprojektes aus dem Projektwettbewerb. Die gewählte Variante «Siegerprojekt» kostet rund 6 Mio. Franken. Die Variante Zusatzstudie käme auf zirka 12 Millionen. Franken zu stehen. Auf Rückbauten und Provisorien kann weitgehend verzichtet werden. Ein Baustart 2023 ist realistisch», schreibt die Schulbehörde Kemmental in ihrer Medienmitteilung.
Die Planungskommission habe sich in den vergangenen Monaten intensiv mit zwei möglichen Varianten zur Erweiterung des Schulareals in Alterswilen befasst. Sie beauftragte zwei Architekten-Teams mit der Ausarbeitung von Projektstudien, um die Machbarkeit und die Kosten aufzuzeigen. Sie dienten der Planungskommission als Entscheidungsgrundlage für ihren Antrag an die Schulbehörde. Für diese Arbeiten sowie für das Vorprojekt hatten die Stimmbürger im November 2021 einen Planungskredit von 220'000 Franken genehmigt. Die Planungskommission bewertete beide Varianten auf Basis eines umfangreichen Kriterien-Katalogs, wobei die Variante «Siegerprojekt» die meisten Punkte erhielt.
Variante «Siegerprojekt»
Die von der Planungskommission favorisierte Variante basiert auf dem Siegerprojekt des ursprünglichen Projektwettbewerbs, welche die Behörde Ende 2020 durchgeführt hatte. Es heisst «we can work it out» und wurde von der Firma Strut Architekten AG aus Winterthur entwickelt. Die Variante sieht eine Umnutzung des Sekundarschulhauses für die Primarschule sowie einen zweigeschossigen Erweiterungsbau für die Sekundarschule im nördlichen Bereich der Schulanlage vor. Mit dieser Lösung ist ein geregelter Schulbetrieb auch während den Bauarbeiten möglich. Auf provisorische Installationen kann weitgehend verzichtet werden. Die Kosten dieser Variante werden auf rund 6 Millionen Franken beziffert.
Variante «Zusatzstudie»
Die von einer Gruppe von Kritikern des ursprünglichen Bauvorhabens vorgeschlagene alternative Variante sah einen Rückbau des Sekundarschulhauses (Bau 60/80) vor, um am gleichen Ort einen Neubau zu realisieren. Die Gruppe argumentierte, dass ein Neubau die Bedürfnisse besser abdecke und langfristig eine bessere Lösung darstelle. Der Unterricht der Sekundarschule sollte während der Bauphase in einem zu temporären Provisorium stattfinden. Die Primarschule wäre am bestehenden Standort weitergeführt worden. Die beiden Architekturbüros Gantenbein Brüschweiler (Egnach) und Bürge & Wendel (Weinfelden) vertieften diese Variante. Sie errechneten, dass bei diesem Projekt mit Kosten von rund 12 Millionen Franken zu rechnen wäre, wobei das Provisorium mit 1,5 Millionen Franken zu Buche schlagen würde. Im Verlaufe der Prüfung der Zusatzstudie schlugen die Architekten eine Variante ohne Provisorium vor, bei welcher der Ersatz-Neubau auf einer angrenzenden Fläche erstellt worden wäre.
Baustart 2023 realistisch
Die Genehmigung der ersten Variante durch die Schulbehörde ermöglicht ein zügiges Weiterarbeiten. Als nächster Schritt steht das Vorprojekt an, auf dessen Basis die Behörde einen Baukredit beantragen wird. Aus heutiger Sicht ist ein Baustart im Jahr 2023 realistisch. Die Erweiterung des Schulareals steht wegen steigender Schülerzahlen schon länger auf der Prioritätenliste der Schulbehörde.
Im April 2021 lehnten die Stimmberechtigten der Volksschulgemeinde einen Kreditantrag knapp ab. Eine Gruppe hatte das Siegerprojekt als zu teuer und das Vorgehen als zu ambitioniert erachtet. Die Gruppe brachte einen grob skizzierten Gegenvorschlag ein. Die Schulbehörde hatte sich bereiterklärt, den Gegenvorschlag zu prüfen und ihn auf einen vergleichbaren Planungsstand wie das Siegerprojekt zu bringen. Zur Erarbeitung setzte die Behörde die Planungskommission unter Mitwirkung des externen Bauingenieurs Reto Mästinger ein.
red