«Viele können nicht gut schwimmen»
Ein Treffen mit der Präsidentin der SLRG-Weinfelden
Wasserroboter als Retter, GPS-Pads für Kinder, Drohnen und vieles mehr - Das Equipment der Rettungsschwimmer wird sich in Zukunft ändern. Doch
Präsidentin Andrea Keller
Wasserroboter als Retter, GPS-Pads für Kinder, Drohnen und vieles mehr - Das Equipment der Rettungsschwimmer wird sich in Zukunft ändern. Doch
Weinfelden Ob an Events am Wasser, Schwimmkursen für Geflüchtete in den Sommerferien oder spielerische Rettungstrainings für Jugendliche - Die Weinfelder Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer sind sehr engagiert. Dazu messen sie sich an Wettkämpfen und trainieren Woche für Woche den Notfall. Und dies seit 50 Jahren. Der damals erst 21-jährige Robert Mühlemann gründete den Verein nach einer Rettungsaktion im Wasser, bei der er selbst fast das Leben verlor. Der heute 71-jährige war am Jubiläumsfest dabei und erzählte einige Anekdoten aus seiner 30-jährigen Präsidentenzeit. Er freut sich über die steigende Mitgliederzahl, welche die Zukunft der Sektion sichert. Für Andrea Keller ist es wichtig, berLaut Andrea Keller ist es wichtig, Kinder zu guten Schwimmern auszubilden. «Ab 11 Jahren bieten wir das Jugendbrevet an, in dem Kinder und Jugendliche lernen, auf was sie in Sachen Sicherheit am, im und auf dem Waser achten müssen.» Einen grossen Unterschied bemerkt der Verein in den verschiedenen Kulturen - bei Kindern wie auch Erwachsenen. Ein wichtiger Schritt war es laut Keller, die Warntafeln an Gewässern, Hallenbädern und Badis auf verschiedene Sprachen zu übersetzen. Eine Sache lernen die jungen Rettungsschwimmer sehr früh: auf sich selbst Acht zu geben bei möglichen Einsätzen. «Es bringt nichts, wenn am Schluss der zu Rettende und der Retter Hilfe benötigen.» «Schwaddert» ein in Not befindender Schwimmer zum Beispiel wild um sich, versuchen die SLRG-Schwimmer diesen verbal zu beruhigen oder leiten Rettungsmassnahmen mit dem Zuwerfen von Rettungsmaterial ein. «Das Risiko ist zu gross, einen Schlag abzubekommen in der Panik. So muss man wohl oder übel warten, bis die Person im Wasser müde wird und nicht mehr um sich schlägt.» An Land geht die Erstversorgung weiter. Somit lernen die SLRG-Mitglieder auch Erstehilfemassnahmen. Für Andrea Keller als gelernte Pflegefachfrau ein Leichtes. «Doch wir haben Vereinsmitglieder aus allen beruflichen Ecken. Somit ist dieser Teil der Ausbildung nebst dem Schwimmtraining sehr essenziell.» Die Entwicklung der Hilfsmittel wie Defibrillatoren sei weit fortgeschritten. Sicherlich ein markanter Unterschied als vor 50 Jahren. Wer Lust hat, in die SLRG Weinfelden reinzuschnuppern:
Desirée Müller
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