Ruth Dütsch (links) und Rosi Obergfell: Leider kein Jubiläumsfest aber andere attraktive Veranstaltungen". Kurt Peter
21.04.2022 06:00
Vielfältige Angebote
Unterstützung und Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren in Tägerwilen und Gottlieben
Vor 50 Jahren wurde die heutige Seniorenstiftung, ehemals Stiftung Altersbeihilfe Tägerwilen-Gottlieben, gegründet. Ursprünglich eine Genossenschaft mit dem Ziel, Altersheim oder Alterssiedlung zu gründen, widmet sich der Vorstand heute allen Alters- und Unterstützungsfragen in den beiden Gemeinden.
Tägerwilen «Der Grundgedanke und das Ziel bei der Gründung 1972 war der Bau eines Altersheims oder einer Alterssiedlung», blickt die Präsidentin der Stiftung, Ruth Dütsch, zurück. Bereits an der Gründungsversammlung seien Genossenschaftsanteile gezeichnet und Spenden eingereicht worden, so dass ein erstes Grundkapital gesammelt werden konnte. Mit dem Bau des Alterszentrum Bindersgarten 1989 sei dieses Ziel zwar in den Hintergrund gerückt. So wurde aus der Genossenschaft eine Stiftung gegründet. «Aber der Gedanke, den Bau von betreuten Alterswohnungen oder altersgerechten Wohnungen zu unterstützen, den haben wir immer noch», so Vize-Präsidentin Rosi Obergfell.
Ein Notfallkässeli
Nach dem Bau des Bindersgarten und nachdem eigene Projekte für den Bau einer Alterssiedlung nicht mehr weiterverfolgt wurden, wurde die Genossenschaft 1999 in die heutige Rechtsform umgewandelt, bekam den Namen «Stiftung Altersbeihilfe Tägerwilen-Gottlieben» und vor zwei Jahren wurde der neue Name «Seniorenstiftung Tägerwilen-Gottlieben» gewählt. Seither konzentriert sich die Stiftung auf die Unterstützung von Seniorinnen und Senioren aus den beiden Gemeinden. «Wir haben neu ein so genanntes Notfallkässeli eingerichtet, mit dem wir kleine, ausserordentliche Ausgaben von Bewohnern des Bindersgarten abdecken, die mit dem zur Verfügung stehenden Einkommen nicht gedeckt werden können», erklärt Rosi Obergfell.
Allerdings seien Unterstützungsanfragen an die Stiftung selten und beschränkten sich auf ein bis zwei jährlich, ergänzt Ruth Dütsch. Unterstützungsleistungen werden laut Merkblatt an bedürftige Einwohnerinnen und Einwohner von Tägerwilen und Gottlieben erbracht. Es geht dabei zum Beispiel um Beiträge an Brillen, Zahnersatz, Rollstühle oder Hörgeräte. Aber auch um die Übernahme von Kostenbeiträgen an nicht von der Krankenkasse bezahlte Spitex-Leistungen.
«Wir beschäftigen uns ganz allgemein mit Altersfragen», sagt Rosi Obergfell. Bei diesen Themen werde der Vorstand mit zuständigen Gremien ganz sicher im Gespräch bleiben. Dank des Stiftungsvermögens könne zwar kein eigenes Projekt «Alterswohnungen» angegangen, ein finanzieller Beitrag könne aber durchaus geleistet werden. «Die Umsetzung eines solchen Vorhabens hätte auf alle Fälle unsere volle Unterstützung», ergänzt Ruth Dütsch.
Den Senioren etwas bieten
Die Stiftung bietet den Seniorinnen und Senioren beider Gemeinden aber auch viele verschiedene Veranstaltungen und Ausflüge an. «Es ist wichtig, dass man sich trifft, in Verbindung und vernetzt bleibt», so die Präsidentin. Auf ein grosses Jubiläumsfest habe die Stiftung dieses Jahr leider verzichten müssen, auch seien die beliebten Schifffahrten in den beiden vergangenen Jahren aus bekannten Gründen leider ausgefallen. «Die Lage normalisiert sich nun hoffentlich und dieses Jahr, am 30. Oktober, veranstalten wir ein grosses Konzert mit dem Musikverein und dem Männerchor in der Bürgerhalle Tägerwilen, wobei wir dieses offen für alle Seniorinnen und Senioren anbieten».
Ebenfalls bereits auf dem Programm ist die attraktive Weinwanderung am 7. September. Der Stiftungsrat lege Wert darauf, dass sich möglichst viele Interessierte beteiligten, deshalb «verlangen wir einen minimalen Beitrag für die Veranstaltungen und Ausflüge, die Schifffahrt konnten und werden wir wieder kostenlos anbieten. Für uns ist es wichtig, gut vernetzt zusammen mit den bestehenden Organisationen in beiden Dörfern zusammenzuarbeiten.».
Kurt Peter