Die WEGA 2024 findet vom 26. bis 29. September statt.
19.09.2024 08:19
«WEGA'stisch»
Die WEGA findet 26. bis zum 30. September statt
Die WEGA jährt sich zum 71. Mal in Weinfelden. Das Bühnenprogramm lässt sich sehen, die Sonderschauen sind innovativ. Zwei Änderungen gibt es: Der WEGA Button bietet einen viel grösseren Mehrwert - kostet aber doppelt so viel. Dazu steigen die Parkhauspreise auf fünf Franken pro Stunde.
Weinfelden 140'000 «WEGA'ner» tummelten sich 2023 in der Thurgauer Messehauptstadt. «Wir sind die zweitgrösste Messe der Ostschweiz», verkündet WEGA-Präsident Beat Bollinger stolz. Bisher lag die Schätzung bei 100'000 Besuchenden, dank der Auswertungen der letzten repräsentativen Zählung kommen weitere 40'000 hinzu. So konnte die Publikumsmesse die OFFA überholen. Ein grosser Bonus-Punkt für Ausstellerinnen und Aussteller - 400 an der Zahl. Ein Drittel davon aus dem Thurgau. Anhalten statt durchfahren Von etwas weiter weg reisen die Vertreter der Gastregionen an. Namentlich die Kantone Aargau und Solothurn. Klassische «Durchfahrt-Kantone», wie sie Messeleiter Gregor Wegmüller passend beschreibt. Doch die beiden Kantone seien wahre Überraschungspakete. Insgesamt 14 Ferienregionen stellen sich und ihre Ausflugsziele vor. «Bisher waren meist Winterdestinationen zu Gast», so Wegmüller. Umso gespannter könne man auf die Präsentation der Aargauer und Solothurner Gäste sein. Ein besonderes Highlight sei dabei der erste digitale Ballonwettbewerb der Schweiz, der von Studierenden der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch entwickelt wurde. So genau können sich auch Gregor Wegmüller und Beat Bollinger nichts darunter vorstellen - doch man sei äusserst gespannt. Besonders freuen sich die Organisatoren auf die Sonderschau «Zukunftslabor - Lernen für morgen». Ausgerichtet von der Pädagogischen Hochschule Thurgau. Im Foyer des Thurgauerhofs werden neue Lernformen vorgestellt und Diskussionsrunden zu dem Thema durchgeführt. Der WEGA-Bauernhof präsentiert sich unter dem Motto «Mutterkühe». Eine der Kuhmamis wird sogar zur Miss WEGA gekürt. Umrundet wird der vor allem von den kleinen Gästen beliebte Bauernhof von einem Streichelzoo. «In der heutigen Zeit keine Selbstverständlichkeit», so Wegmüller. Die Haltungsanforderungen seien - zum Glück - sehr streng.
Zum Vergleich: Die OFFA kostet für Erwachsene 16 Franken Eintritt, die OLMA 19. «Die Wega ist weiterhin kostenlos. So auch viele Konzerte und Attraktionen», verdeutlicht Beat Bollinger. Der Kauf des WEGA-Buttons sei Kür statt Pflicht. Wegmüller ist kein Konzept wie dem ihren bekannt. Für 10 Franken erhalten die Button-Träger Produkte wie auch Leistungen im Wert von 175 Franken. Bisher kostete dieser 5 Franken, heuer das Doppelte. Einen Fünfliber hat jeder im Sack - ob die Zehnernote so manchem nicht «weh» tut, fragen wir. Wo es in den Anfangsjahren ein Glace oder Magenbrot als Dankeschön für den Sympathie-Träger gab, erhalten die WEGA'ner nebst Benefits vor Ort, wie eine Gratisfahrt mit dem Riesenrad, auch kostenlose Angebote von externen Partnern. Die Veranstalter sind überzeugt, dass dies genug Gründe für die Käuferschaft sind, sich für den runden Button zu entscheiden. Dieser gilt neu als Eintrittsticket für das MoMö-Museum in Arbon sowie für die Autobau-Erlebniswelt in Romanshorn. Dazu können die Button-Träger gratis die Fussballgolf-Anlage in Müllheim besuchen. Zudem offerieren der HC Thurgau und der NLA-Unihockey-Verein Floorball Thurgau einen kostenlosen Eintritt für ihre Heimspiele. Bisher kauften jährlich rund 20'000 Besuchende einen WEGA-Button. Eine attraktive Werbeplattform für die Partner. «Dass wir offiziell 140'000 Besuchende an der WEGA begrüssen durften, macht den Reiz, sich mit einer Gratisleistung zu beteiligen, noch grösser», so Beat Bollinger. Somit sei das Interesse an potenziellen Partnern erfreulich gross. Angst davor, dass die Zehnernote den einen oder anderen doch zu sehr schmerzt, haben Wegmüller und Bollinger nicht. Es sei ein Ausprobieren und wenn man bedenkt, dass man: «als vierköpfige Familie 40 Franken ausgibt und Leistungen im Wert von 700 Franken erhält», stimme sie das umso optimistischer. Der Button sei gewiss ein Sympathieträger - doch hauptsächlich auch ein Rettungsanker. Die Haushaltskasse der WEGA sieht nicht rosig aus. Parksituation Das Felsen Parkhaus wird renoviert und es stehen deutlich weniger Plätze für Besucherinnen und Besucher und Ausstellende zur Verfügung. «Wir haben Letztere gebeten, nicht im Parkhaus zu parken. Dazu rufen wir die Bevölkerung wie immer auf, mit den ÖV's anzureisen», so Wegmüller. Der Parkhausbetreiber habe eine Massnahme getroffen, um die Besuchenden davon abzuhalten, mit dem Auto an die WEGA zu kommen. «Die Stunde kostet über die Tage fünf Franken», so Wegmüller. Die ersten 1.5 Stunden seien aber weiterhin kostenlos. Die Tarifänderung werde gut sichtbar ausgezeichnet. So hoffen Veranstalter wie auch Parkhausbetreiber, dass der höhe Preis die Besuchenden «abschrecke» und sie die Gratisparkplätze mit Shuttle ausserhalb benutzen.
Von Desirée Müller