Stefan Keller (links) und Daniel Heidegger konnten eine erfreuliche Rechnung präsentieren. Kurt Peter
28.04.2022 06:00
Weniger Steuern ab 2023
Volksschulgemeinde Tägerwilen mit sehr erfreulicher Rechnung - Vor allem wegen höherer Steuereinnahmen
Nur 45 Minuten dauerte die Versammlung der Volksschulgemeinde Tägerwilen. Die mit Gewinn abschliessende Rechnung gab keinen Grund zur Diskussion. Über die Schulraum-Machbarkeitsstudie informierte Präsident Daniel Heidegger
Tägerwilen 57 Stimmberechtigte konnte Daniel Heidegger am Montagabend in der Dreifachturnhalle begrüssen. Behördenmitglied Stefan Keller präsentierte eine Rechnung 2021, welche mit einem Gewinn von 325'400 Franken abschloss. «Damit liegen wir deutlich über dem Budget, welches noch einen Verlust von 743'000 Franken gerechnet hat». Das gute Resultat sei auf mehrere Faktoren zurückzuführen, erklärte Stefan Keller weiter aus. So seien knapp zwei Millionen Franken mehr Steuern als budgetiert eingenommen worden. Zudem seien auch die Erträge aus den Grundstückgewinnsteuern um 676'000 Franken höher als im Budget ausgefallen.
Einstimmig und diskussionslos
Insgesamt konnte die Rechnung 2021 der Volksschulgemeinde einen Bruttogewinn von zwei Millionen Franken verzeichnen. «Dies macht es uns möglich, Ausgleichszahlungen an den Finanzausgleich der Thurgauer Schulgemeinden zu leisten», so Stefan Keller. 908'800 Franken werden für das Jahr 2020 bezahlt, 1,654 Millionen für das Jahr 2021. «Diese Empfehlungen des Kantons können dank des erfreulichen Rechnungsergebnisses nun umgesetzt werden. Eine Umstellung in der Rechnungsabgrenzung erfolgt auch im Sinne der Rechnungsprüfungskommission. Keller erklärte, dass die Behörde im Budget 2023 mit einer Steuerreduktion rechne. Die Schule investierte 2021 knapp 276'000 Franken, davon 14'000 Franken in den Kindergarten Hauptstrasse, 41'400 Franken in das Schulhaus Castell. Der Antrag der Behörde, den Gewinn von 325'400 Franken dem Eigenkapital zuzuweisen sowie die Rechnung 2021 wurden einstimmig und ohne Diskussion bewilligt.
Studien werden vorgestellt
Schulpräsident Daniel Heidegger informierte anschliessend über die Machbarkeitsstudie Schulraum. «An diesem mangelt es in der Schule und wir sind bei der Studie mitten im Prozess». Drei Standorte würden nun detailliert geprüft. Bei der Sekundarschule, beim bestehenden Pavillon, müsse berücksichtigt werden, dass der benachbarte Bach sowie die als Wald definierte Zone bei möglichen Projekten in Bezug auf Grenzabstände berücksichtigt werden müssten. Eine Machbarkeitsstudie werde auch für die Wiese am Hasenweg erstellt. «Das Problem hier ist das steile Gelände», erklärte Heidegger. Schliesslich werde eine dritte Studie die Möglichkeit einer Erweiterung des Trittenbach-Südanbaus prüfen. «Das Ziel aller Studien ist es, alle Bedürfnisse der Schule sowie des Kindertreffs abzudecken».
Am Montag, 29. August, gebe es eine Infoveranstaltung im Schulhaus Trittenbach zu den Machbarkeitsstudien. «Gemeinsam mit der Politischen Gemeinde machen wir an der Gewerbeausstellung vom 3. und 4. September einen Stand, an dem wir die drei Machbarkeitsstudien präsentieren».
Derzeit werden an der Volksschulgemeinde sechs Kinder aus der Ukraine mit Schwerpunkt Deutschunterricht und Integration in die jeweilige Klasse betreut, sagte Heidegger. Abschliessend dankte Behördenmitglied Thomas Schwemer dem Schulpräsidenten für dessen Einsatz in der Pandemie: «Zwei Jahre hatte Corona alle im Griff», meinte er. Eine herausfordernde Zeit, Daniel Heidegger habe Präsenz und Dossiersicherheit gezeigt. Schwemer sprach in diesem Zusammenhang von «1A-Krisenmanagement».
Von Kurt Peter