Sechs Kandidatinnen haben die erste Hürde genommen. beusch photography
26.08.2022 13:30
Wer wird die «Königin» des Thurgaus?
Sechs Kandidatinnen, fünf aus der Region, stellen sich am 1. Oktober 2022 der Wahl an der Wega
Die Amtszeit der Uttwilerin Nadja Stadler neigt sich langsam dem Ende entgegen. Die Wahl der nächsten Apfelkönigin entscheidet sich an der WEGA. Wir haben die fünf Kandidatinnen aus unserem Erscheinungsgebiet befragt.
Weinfelden Wer am 1. Oktober 2022 auf der Hauptbühne zum Finale antreten darf, wurde von der Fachjury am Casting im Eventsaal der Thurgauer Kantonalbank in Weinfelden entschieden. «Ich weiss wie ihr euch gerade fühlt, aber ich kann euch sagen es kommt gut», ermunterte die amtierende Apfelkönigin Katja Stadler die jungen Frauen. Vor einem Jahr sass sie selbst auf einem der Stühle und blickt heute auf ein abwechslungsreiches Amtsjahr zurück. Mit im Gepäck jeweils, ganz viele Äpfel zum Verteilen und für alle ein Lächeln.
«Aber zuerst müsst ihr den Sprung an die Wahlveranstaltung schaffen, wo sechs von euch sich dem Publikum und der Jury nochmals präsentieren», erklärte Nadja Bühler, Managerin der Thurgau Apfelkönigin. Bei der Ausübung des Amtes ist Flexibilität, Verbundenheit und Spontanität gefragt. Rund 60 Auftritte warten auf die neue Repräsentantin des Kantons. Ein gewisser Spielraum im Job oder der Ausbildung ist somit ein Muss.
Andrea Keller möchte sich dieser Hausforderung stellen. Sie kommt aus Bürglen und verfolgt seit Jahren die Wahlen an der Wega und die Amtsjahre der Apfelköniginnen in den Medien. «Die verschiedensten Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen, die dort widerspiegelt werden, faszinierten mich schon immer. Zudem bin ich im Thurgau verwurzelt und auf einem Obstbaubetrieb aufgewachsen», so die Kandidatin. Äpfel waren somit schon immer Bestandteil ihres Lebens. «Ich bin dankbar, diese Erfahrungen als Kind gemacht haben zu dürfen und mitzuerleben, woher unsere Früchte kommen.» Die Vielfältigkeit dieses Kantons, sowie die Landwirtschaft zu vertreten, hier, aber auch über die Kantonsgrenze hinaus, motivieren Andrea Keller, dieses Amt anzutreten.
Thurgau bedeutet Heimat
Janine Fatzer aus Erlen wollte schon gefühlt immer Apfelkönigin werden, hat sich jedoch lange nicht getraut, sich zu bewerben. «Ich kann mich mit dem Thurgau und seiner Landschaft identifizieren und stehe voll und ganz dahinter. Der Thurgau bedeutet für mich Heimat die mit vielen Erinnerungen verbunden sind.» Sie wolle mit ihrer herzlichen und natürlichen Art ein Türöffner für den Kanton sein.
Medea Kloos aus Steckborn schätzt den Thurgau seit sie in Zürich mit ihrer Ausbildung startete, noch mehr. «Meine Verbindung ist stärker geworden.» Aufgrund ihres unverkennbaren Thurgauer Dialekts und ihrer Halskette mit einem Apfelanhänger wurde sie schon öfters darauf angesprochen, ob sie denn die Thurgauer Apfelkönigin sei. «Meine Antwort darauf: Noch nicht!» Für sie sei der Nachhauseweg vom turbulenten Flughafen Zürich zurück in den entschleunigten Thurgau jeweils ein Highlight «Während der Zug- und Busfahrt blicke ich auf saftige Grünflächen, grosszügige Hügellandschaften und einen strahlend blauen Untersee. Der Thurgau ist für mich Nachhausekommen.»
Attraktivität des Kantons steigern
Nadja Högger kommt aus Schönholzerswilen. «Da wir selbst Hochstämme besitzen, möchte ich die Bekanntheit des regionalen Apfels weiter steigern.» Sie wolle sich für die Regionalität, die Attraktivität der Landwirtschaft sowie die Schönheit des Kantons Thurgau einsetzen. «Meiner Meinung nach wird dies in der heutigen Zeit mit all den externen Einflüsse für die Zukunft immer wichtiger. Der Kanton Thurgau ist meine Heimat, ich lebe und arbeite im Kanton.»
Die Pfynerin Muriel Rich wurde von ihrem Papi ermutigt, sich zu bewerben. Dank einer guten Freundin habe sie schlussendlich den Mut gefunden und freue sich nun auf die Wahl. «Ich arbeite an einem für den Thurgau kulturell wichtigen Ort. Dadurch habe ich geschichtlich vieles dazu gelernt und schätze den Kanton noch mehr», so Muriel. Wenn sie an den Thurgau denke, kommen ihr nebst den feinen Äpfeln die schönen Landschaftsbilder in den Sinn. «Ob im Frühling die blühenden Apfelbäume oder im Winter die verschneiten Hügel, der Thurgau hat vieles zu bieten.»
Von Desirée Müller