16.07.2021 16:52
Wie richte ich mein Heimkino ein?
Ein Gang durch das abendliche Kreuzlingen zeigt deutlich, dass sich die Konsumgewohnheiten in der Gesellschaft dramatisch gewandelt haben. Immer grössere Fernsehbildschirme mit lebensechten Auflösungen lenken unsere Blicke auf Strasse und Trottoir auf das neue häusliche Glück. Der technologische Fortschritt half uns allen dabei, die mit der Pandemie einhergehenden Beschränkungen zu ertragen. Der psychologische Schock wäre wesentlich grösser gewesen, hätte uns die Seuche im vordigitalen Zeitalter getroffen.
Wir geben Tipps, damit auch Sie sich den Traum vom Kino im eigenen Haus realisieren können:
Grosse Leinwand
Markenzeichen für ein Kino sind dessen überdimensionale Leinwände. Sie sehen optisch nicht nur beeindruckend aus, sondern verbessern auch die Immersion. Das Filmerlebnis wirkt auf den Zuschauer durch seine schiere Grösse eindringlicher und kleine Details werden besser wahrgenommen. Beim Heimkino wird dieser Effekt am besten über einen hochwertigen Beamer realisiert. Eine andere Option sind grossformatige Flachbildschirme, die in technischen Eckdaten meist dem Beamer überlegen sind.
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Kristallklare Auflösung
Die Auflösung muss messerscharf sein, nur dann wirkt der Film lebensecht und kann mit Genuss verfolgt werden. Lange Zeit dominierte in puncto Auflösung der Standard SD mit einer Auflösung von 720 × 576 Pixeln. Ab der Jahrtausendwende kamen die optischen Verbesserungen in Siebenmeilenstiefeln auf uns zu. HD löste mit einer Auflösung von 1280 × 720 Pixeln SD ab und wurde kurz danach vom Standard Full HD verdrängt, der mit einer Auflösung von 1920 × 1080 Pixeln aufwarten kann.
Der nächste Quantensprung erfolgte mit 4K, was mit der Auflösung von 3840 × 2160 Pixeln eine vierfache Schärfe im Vergleich zu Full HD erzeugt. Dieser Standard verbreitet sich momentan immer schneller und sollte für ein echtes Heimkinoerlebnis dazu gehören.
Glockenheller Raumklang
Auch das Gehör möchte verwöhnt werden. Zwar gehört die Akustik nicht zu den Paradepferden der Flachbildschirme. Immer fortschrittlichere Übertragungsstandards lassen aber die Integration einer externen Audioanlage zu, die diese Schwäche wettmacht. Zum Heimkino gehören satte Surround-Klänge mit Center und Subwoofer, deren Vibrationen den ganzen Raum füllen. Echten Raumklang geniesst man mit einem 5.1- oder 5.2-System. Wer den Klang noch engmaschiger im Raum verteilen möchte, kann dem Ganzen mit einem 7.1- oder 7.2-System die Krone aufsetzen. Fortschrittliche Audio-Standards sind die Dolby-Systeme Dolby Atmos, Dolby Surround und Dolby Digital, die mit zahlreichen Raffinessen gespickt sind.
Heimkino mit allen Sinnen erleben
Ein Kinobesuch ist ein sinnliches Erlebnis. Dies sollte auch für das Heimkino angestrebt werden, zumal der Mensch mehr als nur sehen und hören kann. Die Einrichtung einer eigenen Kinobar mit Snacks und Getränken bietet sich an, die auch von Freunden für einen gemütlichen Heimkinoabend dankbar angenommen wird. Wohlriechende Düfte erzeugen im Fernsehzimmer eine besondere Atmosphäre. Bequeme Sofas machen den Abend gemütlich, besonders wenn sie Gelegenheit bieten, die Füsse hochzulegen.
Was die Lichtverhältnisse angeht, so wissen Freunde guter Medienunterhaltung schon lange, dass der Effekt nur bei Dunkelheit richtig wirkt.