Wieder einen Schritt vorwärts machen
Vorschau auf die SPL1/NLA-Saison 2022/23
Nach zuletzt Platz sieben wollen sich die Kreuzlingerinnen in der SPL1/NLA-Saison 2022/23 wieder weiter nach vorne kämpfen. Im Idealfall bis in die Playoff-Halbfinals!
Hintere Reihe, von links: Ilaria Suter, Selma Kikanovic, Pashke Marku, Petra Skoricova, Marlena Kampelmühler-Rink, Antonia Rakaric, Annika Blanke, Jennifer Heinstadt.
Mittlere Reihe, von links: Johannes Schwab (Teamarzt), Niklas Späth (Physio), Holger Hug (TW-Trainer), Kristina Ertl-Hug (Cheftrainerin), Niek op de Kamp (Athletiktrainer), Astrid Plüss (Teammanagerin), Urs Mühlethaler (Sportlicher Leiter).
Vordere Reihe, von links: Stefanie Schalko, Lea Rothacker, Kira Klein, Frederikke Siggaard, Alenya Zehnder, Nathalie Wörner, Selina Weidmann, Anna Mayer, Pavlina Novotna. Reto Martin
Nach zuletzt Platz sieben wollen sich die Kreuzlingerinnen in der SPL1/NLA-Saison 2022/23 wieder weiter nach vorne kämpfen. Im Idealfall bis in die Playoff-Halbfinals!
Handball Die Playoff-Halbfinal- und Europacup-Teilnahme aus der Saison 2020/21 konnte der HSC Kreuzlingen in der letzten Spielzeit nicht bestätigen. Die Thurgauerinnen mussten in die Auf-/Abstiegsrunde und klassierten sich am Ende «nur» auf dem siebten Schlussrang. Zu wenig für die gestiegenen Ambitionen in der Grenzstadt. Die Gründe für den Rückschritt waren vielfältiger Natur (auch Verletzungspech war dabei) und wurden von der sportlichen Leitung gründlich analysiert. Im Sommer musste der HSCK zudem auch wieder auf dem Transfermarkt tätig werden, da die slowakische Ex-Nationalspielerin Maria Olsovska, Linkshänderin Katerina Novotna und Kreisläuferin Vanda Gulyas ihre Handballschuhe an den Nagel hängten und sich Katja Lischka eine Auszeit nehmen wollte.
Diese Abgänge konnten noch unter der Führung von Werner Bösch kompensiert werden. Sein Nachfolger Urs Mühlethaler, zuletzt als Interimstrainer Schweizer Meister mit den Spono Eagles, spricht sogar von zwei Toptransfers. Die 28-jährige deutsche Rückraumspielerin Annika Blanke (2. Bundesliga) und die polyvalent einsetzbare österreichische Linkshänderin Stefanie Schalko (26) vom letztjährigen Europacup-Gegner UHC Stockerau sind gewichtige Verstärkungen. Dazu konnten mit der grossgewachsenen Antonia Rakaric (21) und der U18-Nationalspielerin Selma Kikanovic zwei vielversprechende Schweizer Rückraumtalente aus Zürich an den Bodensee geholt werden. Erstmals fix zum SPL1-Kader gehört zudem auch die 18-jährige Thurgauerin Ilaria Suter vom HC Romanshorn.
Sportchef Urs Mühlethaler, der Cheftrainerin Kristina Ertl-Hug während der Spiele auch auf der Bank unterstützt, ist der Meinung, «dass wir vom Talent her sehr ordentlich aufgestellt sind. In der Breite fehlt uns allerdings die Quantität. Hinsichtlich verletzungsbedingter Ausfälle darf deshalb nicht viel passieren!» Der ehemalige Schweizer Männer-Nationaltrainer traut der Mannschaft wieder einen Schritt nach vorne zu. «In der Vorbereitung hat sie immer wieder aufgezeigt, welches Potenzial in ihr steckt. Allerdings fehlt es uns noch an der nötigen Konstanz», so Mühlethaler. «Ganz entscheidend für unsere weitere Entwicklung ist, dass alle bereit sind, aus der Komfortzone zu kommen und sich dem Spitzensport ohne Wenn und Aber zu verschreiben!» Gerade im mentalen Bereich müsse die Mannschaft zwingend noch einen wichtigen Schritt nach vorne machen. «Gelingt uns dies, dann bin ich überzeugt, dass wir wieder näher an die Spitzenteams heranrücken können!»
Von einem «menschlich tollen Team und einer insgesamt sehr positiven Grundstimmung» berichtet Kristina Ertl-Hug. Die 35-jährige Bottighoferin bestreitet bereits ihre sechste Saison als Cheftrainerin der Kreuzlinger SPL1-Frauen. Die Mannschaft brauche jedoch sicher etwas mehr Zeit, damit die Zahnrädchen noch besser ineinandergreifen können. Ebenfalls gedulden muss sich Erlt-Hug, bevor sie wieder auf ihre Goalgetterin Pashke Marku zählen darf. Die 23-jährige Linksaussen, notabene ein Kreuzlinger Eigengewächs, arbeitet nach ihrer Schulteroperation im Frühjahr konsequent auf ihr Comeback hin. «Aktuell sieht es erfreulicherweise so aus, als ob Pashke noch vor der Nationalmannschaftspause Ende Oktober ihr Comeback geben kann», so die Cheftrainerin.
In einer Doppelrunde (14 Spiele) ermitteln die acht SPL1-Teams bis Ende Januar die sechs Finalrunden-Teilnehmer, welche dann in einer weiteren Doppelrunde (10 Spiele) die vier Playoff-Halbfinalisten ausspielen. Die Halbfinals werden in einer Best-of-3-, der Final in einer Best-of-5-Serie ausgetragen.
Auch in der Saison 2022/23 wird ein Dreikampf zwischen Titelverteidiger Spono Eagles Nottwil, dem LK Zug und Rekordmeister LC Brühl aus St. Gallen erwartet. Dahinter werden sich Yellow Winterthur, das sich auf diese Saison hin weiter verstärkt hat und auf vier starke Ausländerinnen zählen kann, sowie der DHB RW Thun und der HSC Kreuzlingen voraussichtlich um das letzte Playoff-Ticket kämpfen. Der HV Herzogenbuchsee und GC Amicitia Zürich komplettieren das Feld in der Beletage des Schweizer Frauenhandballs. Ihnen werden im Vorfeld nur Aussenseiterchancen eingeräumt.
Zugänge:
Annika Blanke (SG H2KU Herrenberg/2. Bundesliga), Stefanie Schalko (UHC Stockerau/WHA Austria), Antonia Rakaric (GC Amicitia Zürich/SPL1), Selma Kikanovic (GC Amicitia Zürich/U18 Elite), Ilaria Suter (HC Romanshorn), Chiara Scherrer (TSV Heiningen/3. Bundesliga).
Abgänge:
Maria Olsovska (Rücktritt), Katherina Novotna (Rücktritt), Vanda Gulyas (Rücktritt), Katja Lischka (Pause).
Sa, 03.09.22 17:00 Uhr DHB RW Thun – HSC Kreuzlingen
Sa, 10.09.22 19:00 Uhr HSC Kreuzlingen – LC Brühl St. Gallen
Sa, 17.09.22 18:00 Uhr HV Herzogenbuchsee – HSC Kreuzlingen
Sa, 24.09.22 17:00 Uhr HSC Kreuzlingen – LK Zug
Mi, 05.10.22 20:00 Uhr GC Amicitia Zürich – HSC Kreuzlingen
Sa, 08.10.22 17:00 Uhr Yellow Winterthur – HSC Kreuzlingen
Mi, 19.10.22 20:15 Uhr Spono Eagles Nottwil – HSC Kreuzlingen
Sa, 03.12.22 17:00 Uhr HSC Kreuzlingen – DHB RW Thun
Sa, 10.12.22 17:30 Uhr LC Brühl St. Gallen – HSC Kreuzlingen
Sa, 17.12.22 19:00 Uhr HSC Kreuzlingen – HV Herzogenbuchsee
Sa, 07.01.23 18:00 Uhr LK Zug – HSC Kreuzlingen
Sa, 14.01.23 19:00 Uhr HSC Kreuzlingen – Yellow Winterthur
Sa, 21.01.23 19:00 Uhr HSC Kreuzlingen – GC Amicitia Zürich
Sa, 28.01.23 18:00 Uhr HSC Kreuzlingen – Spono Eagles Nottwil
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