18.01.2024 08:30
«Wir sind keine Pensionierten-Messe»
WEGA verbuchte im vergangenen Jahr 140'000 Besucherinnen und Besucher
Seit über 70 Jahren findet die WEGA statt. In dieser langen Historie konnten letzte Woche zum ersten Mal fundierte Besucherzahlen präsentiert werden.
Weinfelden «140'000 Besucherinnen und Besucher kamen im vergangenen Jahr an die WEGA. Diese eindrücklichen Zahlen sind der Lohn für die Arbeit unserer Vorgänger», erklärte Beat Bollinger, Verwaltungsratspräsident der WEGA-Messe AG, «Unser Konzept mit vielen, qualitativen Ausstellung sowie dem Volksfestcharakter hat überzeugt.» Für die Besucher werde mit der Messe ein Mehrwert geleistet, die Qualität der Aussteller führe zur Quantität der Besucher. «Für viele ist ein WEGA-Besuch so etwas wie eine beliebte Freizeitbeschäftigung, für einige ist es sogar ein Pflichtbesuch. Es erfüllt uns mit Stolz, dass unsere professionelle Organisation durch den riesigen Besucherandrang so gut angenommen wird.»
Berechnung der Zahlen durch SIM-Daten
Um auf die Besucherzahl zu kommen, wurde anonymisierte SIM-Signale der Mobiltelefone ausgewertet. «Die Berechnung basiert auf den anonymisierten Zahlen der Swisscom, die anhand deren Marktanteils auf alle Handybesitzer hochgerechnet werden», erklärte Gregor Wegmüller, Geschäftsführer der WEGA-Messe AG.
Auf Facebook wurde in der Gruppe «Du bisch vo Wiifelde wenn...» bereits heiss diskutiert, inwiefern der Datenschutz eingehalten wurde. Die Swisscom habe sich Datenschutzrechtlich abgesichert, weshalb nur das Alter und die Herkunft der Besucher erfasst wurden, versicherten die WEGA-Verantwortlichen. Die Auswertung der Daten erfolgte durch das Walliser Tourismus Observatorium. «Es wurden nur Daten erfasst von Personen, die sich in der WEGA-Kernzone aufgehalten haben. Pendler oder Personen, die mit dem Auto durch das WEGA-Gebiet gefahren sind, wurden nicht gezählt», so Wegmüller. Gezählt wurden so auch nur Personen, die sich mindestens 20 Minuten in der Kernzone befanden. Pro Tag wurden die SIM-Daten eines Mobiltelefons nur einmal erfasst. Ebenfalls wurden Personen, die im Kerngebiet wohnen oder arbeiten erfasst, lediglich Kinder, die kein Mobiltelefon besitzen und Personen, die ohne Mobiltelefon unterwegs waren, wurden nicht mitgezählt.
«Die Auswertung zeigt, dass sich die meisten Besucher rund zwei bis drei Stunden im WEGA-Kerngebiet aufgehalten haben, die Peaks sind zwischen 16 und 18 Uhr zu verzeichnen», präsentierte Gregor Wegmüller. Die meisten Besucher pro Tag verzeichnete der Samstag mit 37'700 Besucher, gefolgt vom Sonntag mit 31'700. «Rund 35'000 Besuche stammen aus Weinfelden, das heisst jeder Weinfelder besucht die WEGA im Schnitt drei Mal.» 74 Prozent aller Besucher stammen aus dem Thurgau, elf Prozent aus dem Kanton St. Gallen, sieben Prozent aus dem Kanton Zürich, 6,4 Prozent aus den anderen Kantonen, sowie 1,6 Prozent aus dem Ausland. Auch das Alter der Besucher wurde anhand der SIM-Daten ausgewertet. Daraus geht hervor: «Etwa 70'000 Besucher, als die Hälfte, liegt im Alter zwischen 10 und 39 Jahren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass vor allem jüngere Kinder noch keine eigenen Mobiltelefone besitzen», so Wegmüller. Für Beat Bollinger war es ein Freudentag: «Die Gesamtbesucherzahl von 140'000 Personen unterstreicht die Bedeutung der Messe als wichtigste Grossveranstaltung für die Thurgauer Bevölkerung sehr deutlich.» Auch aus Sicht der Stadt Weinfelden seien die Zahlen sehr erfreulich. «Die eindrücklichen Zahlen bestätigen die grosse Beliebtheit der WEGA bei vielen Weinfelderinnen und Weinfeldern und zeigen die starke Ausstrahlungskraft der Messe und damit auch der Stadt nach aussen auf», liess sich Stadtpräsident Simon Wolfer zitieren.
Von Nico Wrzeszcz