01.06.2023 09:31
"Wir stehen unter Strom"
Am 17. Juni kommt die Tour de Suisse nach Weinfelden
Die Stadt wird zum Epizentrum des Radsports im Thurgau.Total 23 Teams werden dabei antreten. 4 Stunden Live-Übertragung aus Weinfelden, ausgestrahlt in 120 Länder, 100 Helfende im Einsatz, Radprofis aus der ganzen Schweiz: «Wir stehen unter Strom», sagt OK-Präsident und Stadtrat Daniel Engeli.
Weinfelden Weniger als drei Wochen vor dem Grossevent trafen sich Medienvertreter im Hauptzentrale von Lidl Schweiz in Weinfelden. Zu Gast unter anderem Lidl Mediensprecher Matthias Kaufmann, als Vertreter der Stadt Weinfelden Valentin Hasler, Daniel Engeli und Sportchef Beni Aggeler bis hin zum Sportlichen Direktor der Tour de Suisse Daniel Loosli und als «Highlight» Profi Stefan Bisegger.
Laut dem sportlichen Direktor der Tour de Suisse ist die 7. Etappe der Männer am 17. Juni besonders spannend für die Zuschauer. Über vier Kantone führt die 183,5 Kilometer lange Strecke von Tübach her mit Weinfelden als Ziel. 2517 Höhenmeter werden die Radsportler zurücklegen. «Stefan Bisegger rief mich an und fragte, ob die Fahrt über den Ottenberg als Abschluss wirklich nötig sei», erzählt Daniel Loosli lachend. Das Niveau ist anspruchsvoll – schliesslich fahren zwei der weltweit besten Zeitfahrer mit, unter anderem Bisegger. Die Damen legen auf der Etappe 60 Kilometer und 700 Höhenmeter zurück und werden gegen 20 Uhr in Weinfelden eintreffen. Zehn der 14 Women’s World Teams haben sich für die Etappe angemeldet. Nach der Siegerehrung der Männer geht es somit gleich mit der Zieleinfahrt der Damen weiter.
Lidl als Drehscheibe
Das Zielgelände ist das Gelände der Lidl Hauptzentrale. «Die Bedingungen sind optimal. Der ganze Tross, welcher auf der Tour de Suisse dabei ist, findet genügend Platz. So auch das Medical- und das Backoffice und natürlich die Medien-Übertragungswagen», so Projekt Gregor Wegmüller. Auch für die Zuschauer im Zielbereich wird einiges geboten. Vom Ausprobieren von «lustigen Bikes» bis zu Wettbewerben, DJ’s und Verpflegungsmöglichkeiten. Das Spezielle am Radsport sei, dass der ganze Betrieb rund ums Rennen herum «erlebbar» sei. «Sprich die Bereiche sind nicht abgesperrt und können von den Gästen besichtigt werden», so Wegmüller.
Am Anfang sah die Strecke noch anders aus – ohne die Fahrt über den Hausberg. «Ein Sprint am Schluss wäre mir mehr entgegengekommen», sagt Stefan Bisegger und schmunzelt. Doch für die Zuschauer sei die Etappe so durchaus interessanter mit anzusehen. «Sie können die Fahrer richtig schwitzen sehen», sagt er und lacht. Die Tour de Suisse ist das erste Rennen nach seiner Operation am Unterarm. Anstatt Velofahren stand Wandern auf seinem Fitnessprogramm. «Ich bin recht zufrieden, wie es mir geht», fasst Bissegger zusammen.
Bei den Säntis Classics steht das Volk am Start – aktuell sind 2000 Teilnehmende aus 40 Nationen sind angemeldet. «Es ist mitunter ein Familienanlass und soll nicht nur für die ‘Gümmeler’ attraktiv sein.» So führt die Öpfel-Tour von Weinfelden nach Altnau, wo ein Brunch auf sie wartet und ist speziell für Familien mit Kindern konzipiert. Für die ambitionierten Amateuren führt die 130 Kilometer lange Strecke über die Schwägalp, laut Bisegger eine anspruchsvolle Strecke.
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Desirée Müller