Yvonne Istas verlässt das Rosenegg. kp
19.05.2022 07:00
Yvonne Istas geht
Wechsel in der Museumsleitung Rosenegg im Herbst
Museumsleiterin Dr. Yvonne Istas verlässt nach erfolgreicher Museumsarbeit das traditionsreiche Haus, um sich einer neuen Aufgabe zu stellen. Im Herbst wird sie die Leitung des Hesse-Museums in Gaienhofen übernehmen. Der Stiftungsrat bedauert in einer Mitteilung den Entscheid sehr, versteht die reizvolle Herausforderung am Untersee.
Kreuzlingen Seit Beginn ihrer Tätigkeit im Museum im Juli 2017 realisierte die promovierte Kunsthistorikerin mit viel Engagement 17 Sonderausstellungen: Sie thematisierte mit lokalem Bezug die Fotoausstellung «Kreuzlingen im Wandel der Zeiten», danach die kulturhistorische Präsentation «Historischer Krippenzauber». Es folgten Kunstausstellungen zum tschechischen Maler Boleslav Kvapil und zum Konstanzer Künstler Hans Sauerbruch. Weitere monografische Ausstellungen entwickelte sie gemeinsam mit und über die Künstler Richard Tisserand und Philippe Mahler.
Thematisch wurden «Künstlerische Selbstbilder» und «Märchenwelt im Scherenschnitt» präsentiert. Sie begleitete die Ausstellungen «Kinderwelten» und «Vereint.» Hinzu kamen die Wanderausstellungen «Grimms Tierleben» und «Die Katze – unser wildes Haustier».
Nachfolge gesucht
In Zusammenarbeit mit der Kunstkommission der Stadt Kreuzlingen entstand die Ausstellung «Frauen – die Kunstsammlung der Stadt Kreuzlingen», mit dem Seemuseum realisierte Dr. Yvonne Istas letztes Jahr die Ausstellung «Am Bach» und jüngst die sehr erfolgreiche Ernst-Kreidolf-Ausstellung in Kooperation mit der Wessenberg-Galerie in Konstanz. Kürzlich konnte sie mit dem Projektteam 75 Jahre Stadt Kreuzlingen die Ausstellung «Gratuliere!» zum Stadtjubiläum eröffnen. Yvonne Istas wird Ende Juni noch das Transformationsprojekt «Digitales Hüben und Drüben» vorstellen, das der Dauerausstellung zur Grenzthematik ein neues Gesicht verleiht. Mit viel Engagement organisierte die Musikliebhaberin zusammen mit einer kleinen Kommission monatlich Sonntagsmatineen und andere kulturelle Veranstaltungen wie Vorträge, Lesungen und die Reihe «Auf einen Blick». Auch das Erscheinungsbild des Museums wurde unter ihrer Regie durch die Einführung einer neuen Homepage und eines neuen Layouts der Flyer, Plakate und des Newsletters aufgefrischt. Der Stiftungsrat suche nun eine Nachfolge und werde diese Woche in den Fachmedien und der Tagespresse die Museumsleitung ausschreiben, heisst es in der Medienmitteilung. «Ziel ist es, bis zu den Sommerferien eine Nachfolge zu finden, die den Museumsbetrieb in gleicher Qualität und mit gleichem «Herzblut» weiterführen wird».
red