Zentrum attraktiver gestalten
Am 18. Juni wird über das Kreditbegehren zur Sanierung und Aufwertung Hauptstrasse Nord abgestimmt
Von Kurt Peter
Blick vom Helvetiaplatz Richtung Hauptzoll: So präsentiert sich die Hauptstrasse nach der Aufwertung. zVg
Von Kurt Peter
Kreuzlingen Am 18. Juni werden die Kreuzliner Stimmberechtigten über einen Kreditantrag von brutto 3,8 Millionen Franken für die Sanierung und Aufwertung der Hauptstrasse Nord zwischen Hauptzoll und Helvetiaplatz befinden. Die Strasse muss aufgrund des schlechten Zustandes saniert, ebenso müssen die Werkleitungen erneuert werden. «In ihrer heutigen Ausgestaltung wird die Hauptstrasse Nord den unterschiedlichen Funktionen und heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht, so dass neben dem Sanierungs- weiterer Handlungsbedarf besteht», begründet die Botschaft den Kreditantrag. Zudem weise die Strasse verschiedene Sicherheitsdefizite auf.
Durch das vorliegende Projekt werde das Zentrum von Kreuzlingen weiter aufgewertet, schreibt der Stadtrat in der Botschaft. Durch die Schliessung des Hauptzolls für den motorisierten Individualverkehr habe dieser Strassenabschnitt an Bedeutung verloren. Für den Velo- und Fussverkehr stelle die Hauptstrasse Nord nach wie vor eine wichtige Verbindung dar. «Der tägliche durchschnittliche Verkehr lag 2017 bei 7500 Fahrzeugen inklusive Fahrräder und die signalisierte Geschwindigkeit betrug 30 Stundenkilometer». Die Strasse bilde von Konstanz aus den Eingang in das Geschäftszentrum von Kreuzlingen, hält die Botschaft fest. Die nach dem Projekt vorgesehene, schmalere Fahrbahn von 6,2 Meter erhöhe die Sicherheit für den Veloverkehr, da die optische Verengung des Strassenraum zu langsameren Geschwindigkeiten führe und somit die Tempo -30-Zone gestärkt werde.
«Durch die Bewirtschaftung der Kurzzeitparkplätze ist der Bedarf an öffentlichen Parkplätzen zurückgegangen, weshalb die Längsparkplätze entlang der Hauptstrasse, vorwiegend zugunsten der Grünplanung, von 45 auf 21 reduziert werden können», so die Botschaft. Aufgrund der Sanierungen von diversen Gebäuden entlang der Hauptstrasse seien zusätzliche Parkplätze geschaffen worden, es gebe für das örtliche Gewerbe sowie Anwohnerinnen und Anwohner ausreichend Parkplätze.
Die nun zur Abstimmung stehende Bestvariante zeichne sich durch ein ausgewogenes Parkier-, Grün- und Lichtkonzept aus, vorhandene Baumstrukturen würden darin berücksichtigt. «Die Strasse erhält eine Aufwertung durch die grünere Gestaltung sowie durch eine Verbreiterung der Gehwege», heisst es. Die Querungsdistanz für Fussgängerinnen und Fussgänger sei durch die neue Fahrbahnbreite wesentlich geringer. Die Bushaltestelle im Bereich Hauptzoll werde aufgrund der künftigen Busnetzplanung verschoben und ermögliche Raum zur Grüngestaltung, Gastronomierweiterung und Parkierungsnutzung. «Du Bushaltestellen werden alle zu gegenüberliegenden, behindertengerechten Fahrbahnhaltestellen mit hoher Haltekante ausgebaut».
Laut Botschaft wird der Veloverkehr «Tempo-30-zonenkonform im Mischverkehr geführt, aufgrund von Sicherheitsaspekten wird auf Radstreifen verzichtet». Beidseitige Radstreifen erforderten eine Mindestbreite von 1,5 Meter, sodass die gesamte Fahrbahn eine Breite von 8,5 Meter aufweisen müsste. Dies lasse sich kaum mit einer Tempo-30-Zone kombinieren. Durch die reduzierte Fahrbahnbreite mit verkehrsberuhigenden Elementen bei den Einmündungen Freie- und Brückenstrasse könne die Tempo-30-Zone gestärkt und die Geschwindigkeit tief gehalten werden.
Der Kreditantrag beläuft sich auf 3,8 Millionen Franken. Davon entfallen auf die Strassenbaukosten 2,06 Millionen, auf die Nebenkosten 704'000 Franken auf Projekt- und Realisation knapp 460'000 Franken. Da das Projekt Teil des Agglomerationsprogramms Kreuzlingen-Konstanz ist, kann mit einem Bundesbeitrag von 1,22 Millionen Franken gerechnet werden. Der Beitrag aus dem Strassenfonds «Unterhalt ehemaliger Kantonsstrassen» beläuft sich auf 180'000 Franken. Netto bleiben 2,4 Millionen Franken.
Lade Fotos..