Zurück zur guten alten Halle 7
Neuer Mieter, altes Konzept
Die St. Galler Brauerei Schützengarten AG wird dieses Jahr die Halle 7 betreiben und setzt auf alte Werte.
v.l. Marcel Lehmann, Raphael Zängerle und Heinz Schadegg.
Die St. Galler Brauerei Schützengarten AG wird dieses Jahr die Halle 7 betreiben und setzt auf alte Werte.
Weinfelden «Es war ein kurzer Prozess. Zwei Telefonanrufe und der neue Mieter für die Halle 7 war gefunden », erzählt WEGA-Präsident Heinz Schadegg ganz salopp. Es war keine Überraschung, dass die Brauerei Schützengarten AG aus St. Gallen gleich auf den Zug aufsprang, so kündigte das Unternehmen mehrmals das Interesse als Mieter der Halle 7 an. Raphael Zängerle strahlt. Der Leiter Events des Bierproduzenten ist happy über die Zusage und hat mit dem Feuerwehrverein Weinfelden und den Mitgliedern des Fasnachtszelts Wil zwei starke und erfahrene Partner an seiner Seite. Die einen können gut Kopfrechnen und Servieren, die anderen Güggeli bröteln - und im Notfall gleich den Grill löschen. Die Organisatoren der Herbstmesse haben somit nichts mehr mit der ersten Adresse für lange Partynächte zu tun. «Wir vermieten quasi die Wohnung und für das Leben darin, ist der Mieter zuständig », so Schadegg amüsiert.
Gleich ein Fünf-Jahres-Vertrag wurde unterschrieben, dass es nicht klappen wird mit der Zusammenarbeit, an dem zweifeln weder Schadegg noch Geschäftsführer Gregor Wegmüller. «Die Brauerei Schützengarten ist ein Vollprofi, wenn es um Events geht. Da machen wir uns keine Sorgen», so Wegmüller. Die bisherigen Mieter, 2bVision, entschieden sich gegen eine weitere Zusammenarbeit mit der WEGA. Mit der neuen Lösung zeigt sich Schadegg aber mehr als zufrieden. Mit Schützengarten an der «Macht» kommt wieder ein Stück alte WEGA zurück. Vegi-Speisen und Technosound werden aus der Halle 7 verbannt - Poulet, Schnitzelbrot und Partybands halten wieder Einzug. «Tagsüber freuen wir uns auf Familien und abends sind nicht nur die Jungen eingeladen. Es wird auch Sitzengelegenheiten geben und wir setzen auf Musik, die allen Generationen gefällt», ist dem Event-Chef wichtig. Den Feuerwehrverein mit an Bord zu haben, war unabdingbar für Zängerle. «Für uns ist es sensationell, dass Marcel Lehmann und sein Team wieder dabei sind. Zur Halle 7 gehören einfach die Güggeli. » 1600 Stück hat Lehmann bestellt. Als «Reserve» werden Schnitzelbrot und Pommes angeboten. Tex-Mex Food und Baked Patatos stehen nicht mehr auf der Menükarte. Dazu wird wieder nur auf einer Ebene gefeiert. «Wir wollen auch Gäste sein» Damit sich die Feuerwehrmännerund -Frauen aufs Grillen konzentrieren können, werden sie von den Mitglieder des Wiler Fasnachtvereins «Fasnachtzelt» unterstützt. «Sie übernehmen die Getränkebestellungen und wir servieren die Poulets», so Lehmann. Es seien fünf happige Tage, auf denen man im Service lange auf den Beinen sei. «Wir sind sehr froh, dass wir nicht den ganzen Betrieb alleine stemmen müssen.» Schliesslich seien alle Weinfelderinnen und Weinfelder und möchten nicht nur arbeiten, sondern auch mal Gast sein.
Die Brauerei kümmert sich derweil um die Bereitstellung der Getränke, koordiniert die Helferinnen und Helfer und trägt die Gesamtverantwortung für die Halle 7. Dies ist auch mit einem finanziellen Aufwand und Risiko verbunden: «Die Gäste wollen unter anderem nicht in einer leeren Halle essen oder feiern. Alleine die Dekoration ist ein rechter Lupf», so Raphael Zängerle. Nicht zu vergessen die Gagen der Bands. Tagsüber ist die Halle 7 kostenlos zugänglich, ab 18 Uhr ist der Zutritt nur mit dem WEGA-Button, für fünf Franken zu erwerben, möglich.
Von Desirée Müller
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