Zwei «Geschenke» für die Seepolizei
Die Mitarbeitenden der Schifffahrtskontrolle und der Seepolizei konnten in ihre neuen Büros einziehen
Die Sanierung und Erweiterung des Bürogebäudes der Seepolizei und Schifffahrtskontrolle in
Die Sanierung und Erweiterung des Bürogebäudes der Seepolizei und Schifffahrtskontrolle in
Kreuzlingen Die nasse Uniform hängt über dem Bürostuhl, vis-à-vis führt der Kollege eine Vernehmung nach einem Diebstahl und der Aufenthaltsraum wird wie jeden Tag nach der Pause zum Sitzungszimmer umgemodelt: Die Zustände im Gebäude der Schifffahrtskontrolle und der Seepolizei waren bisher bescheiden. «Wir haben uns nicht beklagt, sind aber umso dankbarer, dass wir nun so einen schönen Arbeitsort haben», sagt Seepolizei-Chef Marcel Kuhn. Er läuft durch den Erweiterungsbau, zeigt stolz die neue Garderobe, präsentiert das «professionell» belüftete Archiv und erzählt, dass neu die Küche und das Sitzungszimmer getrennt seien. Während der Bauzeit waren die Mitarbeitenden in Arbeitscontainern untergebracht. Im Oktober 2022 wurde der Spatenstich gesetzt. Praktisch und schön fürs Auge «Nach dieser Zeit wissen wir es zu schätzen, einen so schönen und praktischen Arbeitsplatz zu haben», so Kuhn. Nebst dem Praktischen macht das Gebäude auch visuell einiges her. Der Eingangsbereich ist mit einer modernen Holzverkleidung ausgestattet. Eine weiss polierte «Bartheke» lädt für kurze Gespräche ein. Dahinter liegt der Vernehmraum. «Die Gespräche nicht mehr in den Büros führen zu müssen, ist sehr wertvoll», meint Marcel Kuhn. Dass in den Büros nur noch zwei statt wie bisher drei Mitarbeitende arbeiten, ebenfalls. «Auf dieser Fläche stand früher ein weiterer Pult und dann noch die drei Spinde», sagt Kuhn. Dass die geplante Bauzeit eingehalten werden konnte, freut den Seepolizei-Chef ebenfalls. Polizeiboot getauft Am letzten Samstag tummelte sich eine Besucherschar rund um den Kreuzlinger Yachthafen. Das neue Polizeiboot zog ihre Blicke auf sich. Oder vielmehr Neptun, der dem Seepolizistinnen und Polizisten mit seinen knallgrünen Haaren und dem Säbel in der Hand ganz klar die «göttlichen Regeln» auf dem Bodensee erklärte. Das Boot wurde speziell für die Seepolizei Thurgau angefertigt und erregte bereits bei Kolleginnen und Kollegen aus anderen Kantonen Aufmerksamkeit. So gingen beim Hersteller bereits weitere Bestellungen für diesen Schiffstyp ein. Somit ist das Polizeiboot im Kreuzlinger Yachthafen durchaus ein «Pionierschiff». Das alte war mit Jahrgang 1971 doch in die Jahre gekommen und verdiente die Pension. Cornelia Komposch ist Taufpatin der schnittigen Neuanschaffung der Kapo.
Von Desirée Müller
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