Beat Krähenmann und Isabelle Rutz mit einer der neuen Marmelenten. Kurt Peter
13.11.2024 08:25
Attraktivitätssteigerung im Tierpark
Die Voliéren wurden attraktiver besetzt und heller gestaltet
Sie war bisher eher wenig beachtet: Doch die Voliére im Tierpark wurde in den vergangenen Wochen mit neuen, grösseren Vögeln belebt, herausgeputzt und heller gestaltet. Die Attraktivitätssteigerung hat sich gelohnt.
Kreuzlingen Tierparkpräsident Beat Krähenmann spricht von einer erfolgreichen Aktion: «Bisher befanden sich in der Voliére ein Entenpaar, vier Wachteln sowie verschiedene Wald- und Singvögel. Zudem waren die Voliéren dicht bepflanzt, für die Besucherinnen und Besucher waren die Tiere schwer zu beobachten». In den vergangenen Wochen ist aber einiges umgestaltet worden und vor allem wurden die Voliéren mit grösseren Vögeln besetzt.
Einheimische Tauben folgen
In der Voliére eins haben zwei Marmelenten eine neue Heimat gefunden. Sie ist auffällig braungrau gescheckt und nur wenig grösser als die Krickente. Umgesiedelt wurden die Berner Kanaren, die bis vor kurzem in der Voliére bei den Enten gehalten wurden. «Mitbewohner» der Kanaren ist ein Rothuhn-Paar, das neu im Tierpark untergebracht wurde. Auch ein Paar Feldwachteln hat hier eine neue Heimat gefunden. In Voliére drei sind nun Jagdfasane zu sehen. Ein auffälliger Hahn mit der attraktiven Kopffärbung und langem Schwanz und zwei weniger auffällige Weibchen. «Wir werden in den kommenden Wochen hier auch noch Tauben unterbringen, Thurgauer Elmer und Berner Gugger und damit den Bestand an Pro-Specia-Rara-Tieren nochmals erweitern», erklärt Beat Krähenmann.
«Die Umgestaltung der Voliéren war ein Spagat zwischen einer möglichst naturbelassenen Umgebung und dem Ausräumen von Pflanzen, um die Vögel den Besucherinnen und Besuchern auch zeigen zu können», sagt Cheftierpflegerin Isabelle Rutz. Doch das Resultat könne sich sehen lassen. «Die Vögel sind neu bei uns und werden sich bald an die Menschen gewöhnen. Aber es sind eben auch Wildtiere, die gerne Schutz suchen». Sie empfiehlt, den Aufenthalt bei den Voliéren zu verlängern, denn «die Geduld lohnt sich bestimmt».
Als herausfordernd bezeichnen beide die Umzugsaktion. Inzwischen sind alle Tiere, bis auf die Tauben, an ihrem Platz. Besonders aufwendig ist die Haltung der zahlreichen Singvögel wie Hausgimpel, Stieglitz, Grünfink, Erlenzeisig und Bartmeise. «Alle müssen aufgrund der Vorschriften beringt und registriert werden. Gerade die Beringung stellt sich dabei als Herausforderung heraus, denn es muss genau der richtige Zeitpunkt erwischt werden. Beringen wir zu früh, fällt der Ring ab, beringen wir zu spät sitzt er nicht mehr richtig», so Isabelle Rutz.
Von Kurt Peter