Gewerbe-Präsident Patrick Soller (l.) und Michael Breitenmoser von der HRS Real Estate AG am Kreuzlinger Gewerbe-Lunch. Bild: Nico Wrzeszcz
11.06.2026 05:00
Baugewerbe schläft nicht
HRS Real Estate AG arbeitet in Kreuzlingen an drei Projekten - Bau wird in Zukunft noch digitaler
Die HRS Real Estate AG ist eine der grössten inhabergeführten Immobiliendienstleisterin der Schweiz. Von den aktuell 25 Projekten in der Schweiz befinden sich auch einige in Kreuzlingen.
Kreuzlingen Michael Breitenmoser, Leiter Immobilienentwicklung Ost von der HRS Real Estate AG, gab am Gewerbe-Lunch vom vergangenen Donnerstag einen Einblick in die Arbeit der HRS, sowie in die aktuellen und geplanten Bauprojekte in Kreuzlingen. «Die HRS unterteilt sich in die Abteilungen Investment, Promotion und Real Estate. Wir entwickeln, realisieren und beraten bei Bauprojekten.»
Drei Grossprojekte in Kreuzlingen
In der Region, speziell in Kreuzlingen, gebe es aktuell drei Projekte der HRS, die Michael Breitenmoser in Kürze vorstellte. «Das Bauprojekt an der Bachstrasse begann mit dem Studienauftrag im Jahr 2020. Aufgrund diverser Einsprachen hat sich der Baustart hier jedoch verzögert», so Breitenmoser. Der Baubeginn für 43 Mietwohnungen sei für Herbst diesen Jahres geplant.
An der Kreuzlnger Bahnhofstrasse sei man bereits weiter, hier sei der Baustart bereits erfolgt. «Die bestehende Liegenschaft wurde abgerissen und es kann mit dem Projekt gestartet werden.» Von den geplanten 31 Eigentumswohnungen seien bereits 70 Prozent verkauft, dazu entsteht auch Gewerbefläche in dem Neubau. Im Dorfzentrum Kurzrickenbach werde die HRS ebenfalls ein Projekt realisieren. Am Besmerhang sollen 60 Eigentumswohnungen sowie Gewerbeflächen entstehen. «Der Bau wird voraussichtlich 2027/28 beginnen. Hier, wie auch bei jedem anderen Bauprojekt, ist unser Ziel, möglichst vielen Arbeiten an regionale Unternehmen zu vergeben», betonte Michael Breitenmoser.
Bauen wird digitaler
Die Digitalisierung mache auch vor dem Bau nicht Halt. «Bei unseren Projekten wird mittlerweile immer mehr in 3D koordiniert, über das Building Information Modeling (BIM) erstellen wir einen digitalen Klon des Gebäudes.» In diesem Klon sei der Bau bis ins kleinste Detail dargestellt, von den Leitungen bis zur Steckdose. Zudem würden zur Baukontrolle auch Drohnen eingesetzt, die zum jeweiligen Bauzustand Aufnahmen machten und ein 3D-Modell dazu erstellten. «So haben wir immer einen aktuellen Stand der Baustelle, ohne dass einzelne Gewerke vor Ort nachschauen müssen. Man sieht unter anderem auch Sanitärleitungen und Anschlüsse auf zwei Zentimeter genau», so Michael Breitenmoser.
Dieses System ermögliche eine hohe Präzision sowie eine ausgezeichnete Kontrolle. «Etwa 70 Prozent unserer Eigenentwicklungen werden im BIM erstellt, unser Ziel ist es, alle Projekte dort zu erstellen.» Die Zukunft sei auch im Baugewerbe digital und die HRS werde künftig auch verstärkt Künstliche Intelligenz für ihre Arbeit miteinbeziehen.
Von Nico Wrzeszcz