Das Besmerhuus bekommt mit der «Manufaktur» einen Laden
Das Wohnheim verschafft sich mehr Sichtbarkeit und sucht den Kontakt zur Öffentlichkeit – mit einem Geschäft mit Atelier mitten im Zentrum.
Leiterin Cornelia Gerum und die Besmerhuus-Klienten freuen sich auf Kundschaft in der Manufaktur. IDSK
Das Wohnheim verschafft sich mehr Sichtbarkeit und sucht den Kontakt zur Öffentlichkeit – mit einem Geschäft mit Atelier mitten im Zentrum.
Lebendig geht es zu und her, im neu gestalteten Lokal im Sonnenhof an der Löwenstrasse. Die fünf Klientinnen und Klienten des Besmerhuus, die seit kurzem jeden Morgen und Nachmittag hier zur Arbeit kommen, sind noch ein bisschen aufgeregt. Die Situation ist neu für sie: der Arbeitsweg, das Schaffen mitten in der Stadt, die vielen Begegnungen. «Ja, das ist in der Tat spannend für uns alle», betont Cornelia Gerum, die Leiterin der Manufaktur.
Mit der Eröffnung des Ladens am 17. Mai sei für das Besmerhuus ein lang gehegter Wunsch in Erinnerung gegangen. Teilhabe und Inklusion sei die Botschaft, die man mit diesem Projekt transportieren und sichtbar machen wolle. «Der Laden ist für uns auch ein Stück Öffentlichkeitsarbeit», sagt Cornelia Gerum. Schliesslich sei das Besmerhuus mit seiner Lage im Wohnquartier fast ein wenig versteckt und längst nicht allen Einwohnerinnen und Einwohnern bekannt. In der Manufaktur gibt es nebst einem Kreativatelier-Bereich eine grosszügige Ladenfläche, wo die verschiedenen vom Besmerhuus hergestellten Artikel hübsch präsentiert werden.
So findet der Kunde hier Karten, Taschen und weitere selbst gestaltete Gegenstände, oft gekleistert, genäht oder aus Ton. Ausserdem sind Produkte von Kooperationspartnern wie dem Feierlenhof Altnau, X-linger Bier oder dem Kornhaus Dussnang erhältlich. Einige Metallarbeiten, Kinderartikel und Töpferarbeiten von Dritten runden das ansprechende Angebot ab. Für die Klientinnen und Klienten ist die neue Wirkungsstätte ein ideales Lernfeld. Sie dürfen Kunden begrüssen, einkassieren, aber auch einräumen, putzen und vieles mehr.
Um eine weitere Brücke zu schlagen und das Miteinander zu fördern, ist in naher Zukunft auch ein Kursangebot für jedermann geplant. «Wir hoffen, dass es uns gelingt, so auch Berührungsängste abzubauen, die einige vielleicht haben», erklärt Cornelia Gerum.
Die Manufaktur ist Montag, Dienstag und Donnerstag von 8.30-11.45 und von 13.30-16 Uhr geöffnet, am Mittwoch von 9.30-11.45 und von 13.30-18.00 sowie am Freitag von 8.30-11.45 Uhr.
IDSK
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