Das Auflageprojekt des Kreisels Rebstock. Kernpunkte sind er Betonbelag und die Verbesserung der Sicherheit. zVg
21.08.2025 05:00
Der Rebstock-Kreisel wird zur nächsten Baustelle
Auflageprojekt sieht zahlreiche Verbesserungen im Sicherheitsbereich vor - Betonfahrbahn für Langlebigkeit
Der Nächste kommt bestimmt: Ab März 2026 wird der Rebstock-Kreisel saniert und und den heutigen Anforderungen bezüglich Sicherheit und Langlebigkeit angepasst. Dazu gehören Betonfahrbahn und reduziertere Geschwindigkeiten dank engerer Fahrbahnen. Die Baustelle wird in Ost-West-Richtung im Gegenverkehr passierbar sein.
Kreuzlingen «Aktuell sind wir an der Projektauflage für die Sanierung des Kreisels Rebstock», erklärt Stadtrat Ernst Zülle. Bereits 2022 war eine Sanierung des Kreisels geplant, aus Sicht des Gemeinde- und Stadtrates war das damalige Sanierungsprojekt jedoch überdimensioniert, so dass es von Seiten des Kantons überarbeitet wurde. Es gebe einige Gründe, warum der Rebstock-Kreisel saniert und umgestaltet werden müsse, bestätigt auch Sandro Nöthiger, Leiter Tiefbau in der Bauverwaltung. Der Kreisel Rebstock wurde anfangs der 90er Jahre erstellt. Er ist ein zentraler Knotenpunkt im städtischen Verkehrskonzept. Der Knoten weist eine erhebliche Unfallhäufigkeit auf. Stark gelitten unter der Verkehrsbelastung hat in den Jahren auch die Belagsoberfläche.
Geschwindigkeit wird reduziert
«Durch die Anpassung der Geometrie, schmaleren Zufahrten und neuem Zufahrtswinkel wird die Geschwindigkeit reduziert, was die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht», führt Sandro Nöthiger weiter aus. An der Fussgängersituation ändere sich wenig. Die beiden Bushaltestellen Rebstockplatz werden neu angeordnet und nach gesetzlichen Vorgaben (BehiG) erstellt. Die Zufahrt West wird nur im unmittelbaren Bereich des neuen Kreisels bis an die Bachbrücke über den Saubach angepasst. Es werden neue Inseln erstellt, welche als Schutzinseln für die Fussgänger dienen. Auch die Zufahrt Ost wird nur im unmittelbaren Bereich zum neuen Kreisel auf den Bestand angepasst.
Mit dem aktuellen Projekt sind keine Korrekturen am heutigen Regime der Unterseestrasse vorgesehen. Auf der Bernrainstrasse wird der Radfahrer nach dem Kreisel in der steigenden Fahrtrichtung auf einem Fuss-Radweg geführt. Talseitig ist keine Radfahrerinfrastruktur vorhanden. Die Velofahrenden werden im Mischverkehr geführt. Im Zusammenhang mit dem Kreiselneubau soll die Verbindung an den Fuss-Radweg auf der Bernrainstrasse optimiert werden. Ausgangs Kreisel wird neu ein Radstreifen bis zur Auffahrt auf den Fuss-Radweg, in der Steigung mit bis zu 1,8 Meter markiert. Die Restbreite der Fahrbahn beträgt dann noch sieben Meter. Das Kreiselinnere soll mit einem «pflegeleichten Grün gestaltet werden», erklärt Sandro Nöthiger.
Im Gegenverkehr passierbar
Laut Projekt wird der Kreisel mit einem lärmoptimierten Waschbeton ausgeführt. «Dieser ist deutlich langlebiger als Asphalt, wir rechnen mit einer Lebensdauer von bis zu 70 Jahren», so Sandro Nöthiger. Deshalb würden im Zug der Sanierung auch die Werkleitungen ersetzt. Baubeginn soll im März 2026 sein. «Wir rechnen mit einer Bauzeit von einem Jahr». Während der Bauphase sei der Kreisel sowohl von Tägerwilen wie auch aus Richtung Zentrum im Gegenverkehr immer passierbar. «Je nach Bauetappe werden einmal die Konstanzerstrasse und einmal die Bernrainstrasse zur Sackgasse, befahrbar bis zur Baustelle», ergänzt Ernst Zülle.
Die Kosten werden auf 3,2 Millionen Franken beziffert, davon trägt die Stadt 38 Prozent. «Wir können einen Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm Kreuzlingen-Kon-stanz erwarten», so Zülle. Da mit der digitalen Baustelle am Emmishofer Kreisel gute Erfahrungen gemacht worden seien und diese bei der Bevölkerung Beachtung gefunden habe, «ist es der Wunsch der Stadt, dass diese auch bei der Sanierung des Kreisels Rebstockplatz zur Anwendung kommt, dies ist aber nicht konkret beschlossen», so Ernst Zülle.
Von Kurt Peter