Am Dienstag erfolgte der Spatenstich zum Erweiterungsbau der Schule Amlikon. Bild: Nico Wrzeszcz
20.06.2025 07:00
Die Schule braucht mehr Platz
Schulanlage Amlikon erhält einen Erweiterungsbau - Fertigstellung im Sommer 2026 geplant
Vor 30 Jahren wurde der aktuelle Neubau der Schule Amlikon in Betrieb genommen. Doch für die rund 50 Schülerinnen und Schüler wird der Platz langsam eng.
Amlikon-Bissegg Wie in vielen anderen Orten auch ist die Schülerzahl der Schulgemeinde Amlikon-Holzhäusern steigend. «Aktuell haben wir 114 Schüler, im nächsten Sommer 123 und im Jahr 2028 stehen wir schon bei 134 Schülern», erklärt Schulpräsidentin Martina Erni-Krüsi. Deshalb ist ein Erweiterungsbau nötig, denn der Platz im alten Schulhaus, 1942 erbaut und 1962 erweiterert, sowie im Neubau von 1995 reicht nicht mehr aus.
«Mit dem Spatenstich feiern wir den symbolischen Akt bei einem Neubau», so Bauleiter Karl Steinmann. Im Untergeschoss werde es einen Velokeller für ca. 50 Velos sowie einen Zivilschutzraum für die Gemeinde für etwa 200 Personen geben, im Erdgeschoss finden zwei neue Schulzimmer Platz. Zusätzlich wird ein Gruppen- und Mehrzweckraum gebaut. Das Dach des Erweiterungsbau bietet als Parkdeck Platz für zehn Autos. «Wir sind uns bewusst, das eine Fertigstellung im Sommer 2026 sehr ambitioniert ist. Aber die Schule ist auf die Räumlichkeiten angewiesen. Wenn alle am gleichen Strang ziehen bin ich überzeugt, dass wir den Zeitplan einhalten», betonte der Bauleiter.
Grünflächen bleiben unberührt
Der Erweiterungsbau werde westlich an den Neubau angebaut. Im bestehenden Bau werde sich lediglich im Eingangsbereich etwas verändern (Büro Schulleitung, Sekretariat und Sitzungszimmer), eine Behindertentoilette werde zusätzlich eingebaut. «Der Erweiterungsbau wird direkt mit dem Neubau verbunden sein und auch die dort bestehenden WC-Anlage mitnutzen. Auch wird die bestehende Wärmequelle genutzt, das heisst wir benötigen keine eigene Heizung für den Erweiterungsbau», erklärte Karl Steinmann. Offiziell begonnen wird mit dem 4,6 Millionen Franken teuren Projekt mit dem Start der Sommerferien, dann könne, ohne auf den laufenden Schulbetrieb Rücksicht nehmen zu müssen, mit dem Aushub und Abtransport begonnen werden. Ein Vorteil des Standorts: man müsse keine Grünflächen oder Bewegungsmöglichkeiten der Schüler wegnehmen. «Der Hang hat schon immer der Schule gehört. Der Platz eignet sich optimal, wir müssen den Schülerinnen und Schülern keine Fläche auf dem Schulgelände wegnehmen», freut sich Martina Erni-Krüsi. Durch die steile Lage sei der Bau etwas teurer als an anderer Stelle, dennoch sind sich die Beteiligten sicher, eine gute Lösung gefunden zu haben. «Da der Erweiterungsbau ebenerdig mit dem Neubau verbunden sein wird, schaffen wir es, ohne grossen Zusatzaufwand, alles behindertengerecht zu gestalten», sagt der Bauleiter Karl Steinmann.
Eine Basisstufen-Einheit, Kindergarten bis 2. Klasse, werde in das bestehende Gebäude einziehen, eine der beiden Mittelstufenabteilungen, 3. bis 6. Klasse, wird in der Erweiterungsbau zügeln. «Durch den Schülerzuwachs brauchen wir eine dritte Basisstufe. Aktuell haben wird dort 64 Kinder, neu werden es 73 Schülerinnen und Schüler. In den Mittelstufen haben wir aktuell 50 Schülerinnen und Schüler», so die Schulpräsidentin. Auch wenn es knapp werden könnte mit dem Zeitplan, sei die Zielsetzung realistisch.
Von Nico Wrzeszcz