Gemeindepräsident Markus Ellenbroek richtete ein Grusswort an die Anwesenden. Bild: zVg
10.12.2025 09:42
Ein Jahrzehnt FCTrelief - Dankesfeier für aufblühendes Leben in Sambia und Bulgarien
Am letzten Freitag, dem 5. Dezember, wiederholte der Mitbegründer von FCTrelief, Heiner Merk, an diesem gediegen-würdigen Event die prägende Aussage: «Wir können unmöglich überall der Not unseres Planeten begegnen — aber irgendwo müssen wir anfangen…» FCTrelief tut es vorwiegend in Sambia und Bulgarien.
Tägerwilen Die Location: Der funktional einladende Saal der Kaleo Kirche im Zecchinel-Zentrum an der Peripherie des Dorfes (Hauptstrasse 137). Der Anlass: Ein Rückblick aus Dankbarkeit über die Frucht von elf Jahren Entwicklungshilfe und Aufbauarbeit in einem sambischen Flecken namens Linda am Rande der Hauptstadt Lusaka, bestehend aus zwei Schwerpunkten: Schulbildung, welche Struktur und Förerung bietet, und dem Betrieb einer gedeihenden Gemüsefarm mit dem Hauptanbau von Chili; dazu eine Sozialarbeit in Bulgarien — trotz EU-Mitglied eines der ärmsten Länder Europas. Das Zielpublikum: Die sambischen Kinder und Jugendliche in Linda und Umgebung, mehrheitlich Waisenkinder, plus die Bedürftigen Bulgariens; und an diesem Abend natürlich: Die Sponsorinnen und Sponsoren, Gönnerinnen und Gönner, Freundinnen und Freunde von FCTrelief. Durch den Abend führte als charmanter Moderator der Sohn der Gründergeneration, Gordon Merk, der selbst die Arbeit in Bulgarien mit dem Veren «Herz für Bulagrien» betreibt und als Mitarbeiter in Sambia tätig ist.
Grussworte aus der Politik
Nach einem Willkommensapéro mit anregenden Gesprächen wurde der festliche Rahmen durch Thurgauer Politik beehrt: Zum einen liess es sich der Tägerwiler Gemeindepräsident Markus Ellenbroek nicht nehmen, an diesem festlichen Abend anwesend zu sein und persönlich ein Grusswort an die zahlreichen Gäste im Publikum zu richten. Er sei stolz darauf, einer Gemeinde vorzustehen, wo mindestens drei Hilfswerke beheimatet seien — u.a. eines, das in Togo aktiv sei und erst kürzlich von seinem Amtsvorgänger Markus Thalmann besucht wurde.
Nach ihm gesellte sich Kantonsrat Lukas Madörin aus Weinfelden auf die Bühne, der sich durch die Arbeit von FCTrelief tief berührt zeigte. Ihn beeindruckte, dass hier nicht eine Organisation am Werk sei, deren Mittel vor allem in Werbung und Administration floss, sondern man spüre, dass unmittelbar mit Herz und Hingabe in Menschen investiert würde.
Livebericht aus frischester Hand
Auch wenn das Programm durch Bilder und Videoclips informativ aufgelockert wurde — der Schwerpunkt des Abends gehörte definitiv dem Podiumsgespräch, welches von Christine Merk, der Hauptinitiantin und treibende Kraft des Projekts, geleitet wurde. Eine Gruppe von Frauen aus der Ostschweiz, von denen die meisten Patinnen von sambischen Kindern und Jugendlichen waren, flogen nach Afrika und besuchten im Oktober das Werk vor Ort. Immer noch von den frischen Erfahrungen und schönen Erlebnissen geprägt berichteten sie eindrücklich, wie herzlich und tief die Begegnungen mit den Kindern und Angestellten gewesen waren.
Weihnachtsaktion
Wenn dieser Abend etwas gezeigt hat, dann die Tatsache, dass wir hier im sogenannten Westen im Überfluss leben und die Diskrepanz zu Gegenden auf unserem Planeten, wo Mangel und Armut an der Tagesordnung sind. Deshalb rief zur Abrundung des Anlasses Pietro Londino, Vizepräsident von FCTrelief die Anwesenden auf, die aktuell laufende Weihnachtsaktion «Liebe teilen» tatkräftig zu unterstützen. Nähere Erläuterungen dazu finden sich auf der Eingangsseite der Vereins-Homepage. www.fctrelief.org
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