09.02.2026 00:00
Ein Meilenstein im Zentrum Kreuzlingens
Bauprojekt Überbauung «Linde» ist ein Stück weiter - Grundstein wurde gelegt
Die Arbeiten laufen seit rund einem halben Jahr. Am vergangenen Donnerstag wurde nun eine Zeitkapsel als Grundstein für die neue Überbauung gelegt.
Kreuzlingen Sechs eingeladene Planungsbüros haben einen Studienauftrag ausgeführt, gewonnen wurde dieser von Raumfindung architekten. Am vergangenen Donnerstag wurde nun der Grundstein zu diesem Siegerprojekt gelegt. Eine Zeitkapsel, inklusive der zu diesem Tag aktuellen Ausgabe der Kreuzlinger Nachrichten. «Um die alte Linde herum entsteht ein besonderes Gebäude, dass an diesem besonderen Standort entsteht», erklärte Stadtrat Ernst Zülle. «Auf der Grundlage des Siegerprojekts wurde der neue Gestaltungsplan «Post» erarbeitet, welchen der Stadtrat erlassen hat, und welcher die rechtskräftige Grundlage für die Überbauung bildet.» So entstehen zwischen der Allee- und Nationalstrasse Gewerberäume, wie etwa die neue Post-Schalterhalle, sowie 60 neue Wohnungen mit einem Mix von 1,5- bis 5,5-Zimmer-wohnungen. Das Zentrum werde die alte Linde in der Alleestrasse bilden, die Neubebauung wurde um die Linde herum geplant.
Das Projekt beziehe den Bereich um die Linde ein, so entstehe südlich der «alten Post» ein zehngeschossiger «Kopfbau». Zur Alleestrasse hin werde ein städtischer Platz freigespielt. Zur Nationalstrasse hin werde der Bereich ebenfalls aufgewertet und Silberlinden gepflanzt. «Durch die zentrale Lage und der Nähe zum Bahnhof entsteht hier guter neuer Wohnraum und das Zentrums Kreuzlingens wird langfristig stärken», so Zülle. Zudem werden die Werkleitungen in der nördlichen Nationalstrasse wo nötig erneuert. «Vor der Musikschule wollen wir zudem die Veloparkierung neu ordnen und mit dem Bau eines gedeckten Velounterstands verbessern».
Für Roberto Collela von der Post Immobilien ist die Grundsteinlegung ein Meilenstein. «Wir haben bereits eine erste grosse Herausforderung in der Baugrube hinter uns. Dadurch kam es bereits zu einigen Verzögerungen.» Mittlerweile sei man auf einem guten Stand. Das bestätigte auch Michael Fries von Raumfindung architekten. «Als Fundament wurden 107 Bohrpfähle und 62 Mikropfähle mit einer Gesamtlänge von fast vier Kilometern als neues Fundament in den Boden getrieben.» Insgesamt werde rund 4600 Kubikmeter Beton und 710 Tonnen Baustahl mit Hilfe von 26'000 Quadratmeter Schalungen verbaut. «Um sich das vorzustellen, der Beton entspricht der Menge von rund 460 Betonmischern, der Baustahl dem Gewicht von rund vier unbeladenen Jumbojets und die Schaldung der Fläche von rund vier Fussballfeldern.» Nach dem Beginn der Planung vor zehn Jahren nehme dieses besondere Projekt nun endlich Form an.
Trotz anfänglicher Schwierigkeiten soll das Projekt im Frühjahr 2028 fertiggestellt sein.
Nico Wrzeszcz