Ein Weihnachtsmarkt für Kreuzlingen
«Es zeigt sich, dass wir mit dem Konzept eines heimeligen und regionalen Weihnachtsmarktes genau ins Schwarze getroffen haben», sagt Patrick Angehrn, OK-Präsident vom Kreuzlinger Weihnachtsmarkt im Interview.
Patrick Angehrn beim Aufbau des Kreuzlinger Weihnachtsmarkts der heute, Donnerstag, 17 Uhr, mit einem Soft-Opening startet.
Angelina Rabener
«Es zeigt sich, dass wir mit dem Konzept eines heimeligen und regionalen Weihnachtsmarktes genau ins Schwarze getroffen haben», sagt Patrick Angehrn, OK-Präsident vom Kreuzlinger Weihnachtsmarkt im Interview.
Herr Angehrn, wie gut lief der erste Weihnachtsmarkt am See im letzten Jahr und wie war das Echo der Besucher?
Der erste Weihnachtsmarkt am See war ein voller Erfolg! Die Resonanz war durchweg positiv, sowohl von den Besuchenden als auch von den Ausstellenden. Besonders gefreut hat uns, dass etwa die Hälfte der Standbetreiber aus dem letzten Jahr auch dieses Jahr wieder dabei sind – ein klares Zeichen, dass sie sich bei uns wohlgefühlt haben. Die Besucherinnen und Besucher haben unsere Mühe und Liebe zum Detail geschätzt und uns das auch mit vielen persönlichen Rückmeldungen gesagt. Beim Chlauseinzug, an dem wir einen Stand für den Weihnachtsmarkt hatten, haben wir von zahlreichen Leuten gehört, dass sie den Markt schon fest in ihrem Kalender haben und sich auf ein erneutes weihnachtliches Erlebnis freuen.
Gab es etwas, das verbesserungswürdig ist?
Ja, natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen! Als erstes haben wir die Öffnungszeiten angepasst, da letztes Jahr am Freitag tagsüber nichts los war. Wir haben uns die Rückmeldungen vom letzten Jahr sehr zu Herzen genommen und zwei weitere grössere Anpassungen vorgenommen. Zum einen haben wir in diesem Jahr zwei grosszügige Sitzbereiche eingerichtet, damit die Besucher ihr Essen und Trinken in Ruhe geniessen können – und vor allem trocken bleiben, auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Zum anderen haben wir das Kinderprogramm optimiert und auf zwei Tage verteilt, damit die Familien mehr Flexibilität haben und noch mehr Kinder die Angebote wahrnehmen können. Uns ist es wichtig, dass alle Altersgruppen auf ihre Kosten kommen und den Weihnachtsmarkt als unbeschwertes, fröhliches Erlebnis wahrnehmen.
Wie läuft es mit dem Aufbau, und wer unterstützt das OK dabei?
Der Aufbau läuft bis jetzt gut, vor allem dank eines grossartigen Teams aus freiwilligen Helfern und professionellen Dienstleistern. Wir sind unglaublich dankbar für die Unterstützung – einige Helfer haben sich sogar extra Urlaub genommen, um uns beim Aufbau zu unterstützen. Das zeigt, wie sehr unser Weihnachtsmarkt in der Region verankert ist und wie viele Menschen hinter dem Projekt stehen. Die professionelle Unterstützung durch Firmen hilft uns natürlich enorm, so dass wir rechtzeitig fertig sind und die Qualität des Marktes gesichert ist. Es ist wirklich ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem viele Hände zusammenarbeiten, und genau das macht es so besonders.
Ziel war es, mit 20 bis 30 Ständen einen kleinen, aber feinen Markt zu präsentieren. Haben Sie das geschafft?
Im letzten Jahr hatten wir rund 25 Aussteller, und auch dieses Jahr bewegen wir uns in einem ähnlichen Rahmen. Es war von Anfang an unser Ziel, einen überschaubaren, aber hochwertigen Markt zu gestalten, und daran halten wir fest. Uns ist wichtig, dass die Aussteller nicht nur schöne Stände haben, sondern auch die Chance bekommen, erfolgreich zu verkaufen. Deshalb achten wir auf eine ausgewogene Mischung der Angebote, damit für jeden etwas dabei ist, ohne dass ein Überangebot entsteht. Das schafft eine besondere Atmosphäre und hebt uns von grösseren Märkten ab.
Wobei wir beim grossen Konstanzer Weihnachtsmarkt wären. Was macht euren Markt so besonders, dass man eben nicht über die Grenze geht?
Der Weihnachtsmarkt hat eine eigene Philosophie: Er ist ein Markt für Kreuzlingen – von Kreuzlingern für Kreuzlinger und Kreuzlingerinnen. Während der Konstanzer Weihnachtsmarkt gross, imposant und teilweise auch überwältigend sein kann, legen wir Wert auf eine heimelige, übersichtliche Atmosphäre. Unser Markt soll ein Ort sein, an dem man Freunde und Bekannte trifft, sich in Ruhe unterhalten und die Stimmung geniessen kann, ohne im Gedränge unterzugehen. Es ist uns wichtig, dass sich die Besucher wohlfühlen und entspannt durch das Angebot schlendern können. Es geht nicht darum, mit Konstanz zu konkurrieren – wir wollen vielmehr eine Alternative bieten, die sich auf das Wesentliche konzentriert: regionale Verbundenheit, Gemütlichkeit und ein Gefühl von Gemeinschaft.
Und auf was für ein Programm dürfen sich die Besucher freuen?
Unser Rahmenprogramm ist wieder ein Highlight, das sowohl Familien als auch Musikliebhaber begeistert. Am Freitag und Samstag gibt es tolle Livemusik: Das Duo Lydia Mel aus Schaffhausen wird uns am Freitag verzaubern, während Shannon Frick und Christine Forster aus Kreuzlingen den Samstagabend mit stimmungsvollen Klängen abrunden. Für die kleinen Besucher haben wir am Samstag und Sonntag ein Kinderschminken organisiert, das sicher wieder für strahlende Gesichter sorgen wird. Am Sonntag erzählt die Villa Doldenhof Märchen, und auch der Chlaus schaut vorbei. Das Softopening am Donnerstag bietet etwas Besonderes: ein DJ-Duo, das mit Weihnachtspop und Hits aus den 80er- und 90er-Jahren den Markt einläutet. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei, und wir freuen uns darauf, diese bunte Vielfalt mit allen zu teilen.
Ein Highlight im letzten Jahr waren die SUP-fahrenden Samichläuse. Findet das dieses Jahr wieder statt?
Ob die SUP-Chläuse dieses Jahr wiederkommen, steht nicht ganz fest – aber wir arbeiten daran! Als kleine Neuerung haben wir in diesem Jahr eine Hot-Cocktail-Bar eingerichtet. Für alle, die vielleicht schon genug Glühwein getrunken haben, ist das eine tolle Alternative. Es sind genau solche kleinen Überraschungen, die unseren Weihnachtsmarkt so besonders machen, und wir freuen uns, wenn die Besucher Neues entdecken und geniessen können.
Interview: Angelina Rabener
Der Kreuzlinger Weihnachtsmarkt findet vom 12. bis 15. Dezember am Hafenplatz vor dem Restaurant «Alti Badi»statt.
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