"Puls 8280" heisst die Überbauung an der Bahnhofstrasse. HRS
20.08.2025 07:56
«Ein wertvoller Baustein»
Dieser Tage wird das Baugesuch für das Projekt «Puls 8280» eingereicht. Auf einem Areal im Herzen von Kreuzlingen sollen 31 Eigentumswohnungen und Gewerbeflächen im Erdgeschoss entstehen. Die Stadt äussert sich positiv zum Vorhaben.
Kreuzlingen An prominenter Lage in der direkten Umgebung des Bahnhofs Kreuzlingen soll ein Neubau entstehen. Das Areal liegt zwischen Bahnhofstrasse und Sägestrasse, aktuell befindet sich dort ein Möbelhaus.
Blick bis zum Bodensee
Aus einem Wettbewerb mit renommierten Architekturbüros ist ein Projekt von Clou Architekten als Sieger hervorgegangen. Das gestaffelte Gebäude fügt sich harmonisch in die Topographie der Bahnhof- und Sägestrasse ein. Durchdachte Grundrisse mit mehrseitiger Ausrichtung sorgen für viel Licht, von den oberen Geschossen Ausblicke bis zum Bodensee und Balkone mit Abendsonne. Die ruhige Erschliessung über die Sägestrasse trennt Wohn- und Gewerbenutzung klar voneinander. Grosszügige Übereckfenster verleihen der Nordfassade einen urbanen Charakter, während die Hofseite mit geschützten Aussenräumen eine wohnliche Atmosphäre bietet.
Das Gebäude wird nach Minergie-P realisiert und enthält 31 Stadtwohnungen, von 2.5- bis 5.5 Zimmerwohnungen, sowie eine Gewerbefläche von total 600 Quadratmeter. Die Baukosten werden gut 20 Millionen Franken betragen. Dieser Tage werden das Baugesuch eingereicht und die Bauprofile aufgestellt. Der Baustart ist für den Frühling 2026 vorgehehen, falls es keine Einsprachen gibt. HRS ist Bauherrin und Totalunternehmerin des Projekts.
Begrüssenswerte Dynamik
Positiv äussert sich der zuständige Stadtrat Ernst Zülle: «Das Projekt führt zu einer erfreulichen Entwicklung der Zentrumszone in Bahnhofsnähe. Als städtebaulich wertvoller Baustein und als verbindendes Element zwischen Bahnhof und Zentrum sowie Bahnhof und See ist es sehr willkommen». Bei der modernen Architektur des Baus seien neben den attraktiven Wohnungsgrundrissen besonders die gelungene Staffelung des grossen Volumens, die hochwertigen Materialien und die Mischnutzung hervorzuheben. Zusammen mit der demnächst entstehenden Überbauung «zur Helvetia» werde der dortige Eingang in die Innenstadt aufgewertet und wesentlich urbaner. «Auch im Bahnhofsquartier entsteht mit dem aktuellen Neubau der Post und dem HRS-Projekt nun eine begrüssenswerte Dynamik. Weiteres ist bereits in Planung», erklärt Ernst Zülle.
Die HRS habe den Aufwand nicht gescheut, einen vorbildlichen Wettbewerb in Form eines privaten Studienauftrags durchzuführen, obwohl dies nicht zwingend erforderlich gewesen sei. In der Jury hätten neben ausgewiesenen Fachleuten aus den Bereichen Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur auch zwei Personen der Bauverwaltung beratend mitwirken können. «Schön wäre, wenn möglichst publikumsintensive Gewerbenutzungen im Erdgeschoss entstehen und die Bahnhofstrasse damit belebt wird. Dies kann mit Gastronomie, Dienstleistungen, einem Hort oder eventuell sogar Läden gelingen», nimmt Ernst Zülle zu den geplanten Gewerbeflächen Stellung.
⋌HRS/kp