28.04.2025 15:05
Favoritensieg am Thurgauer kantonalen Nationalturntag
Der Tagessieg beim ersten Kräftemessen der Thurgauer Nationalturner geht an einen Urner. Trotzdem haben die Einheimischen Grund zu Jubeln. Vier Kategoriensiege gehen an Turner von Thurgauer Riegen.
Nationalturnen Mit insgesamt 34 erturnten Auszeichnungen können die einheimischen Riegenleiter mit ihren Schützlingen zufrieden sein. Mit rund 180 gemeldeten Turnern war Teilnehmerzahl etwas verhalten. Der guten Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch.
Zu Gast im Thurtal
Hüttlingen war 2002 bereits einmal Austragungsort des Thurgauer Kantonalen Nationalturntag. Damals siegte ein gewisser Markus Thomi und verwies Christoph Kiser auf den 2. Rang. Mit 110 Turnern war die Teilnehmerzahl damals sehr tief. Zurück in der Neuzeit sind die Wettkampfanlagen für die Vornoten wiederum auf dem Sportplatz des Schulhauses aufgebaut. Die Sägemehlplätze befinden sich auf der Naturwiese nebenan. Im OK sitzen teilweise dieselben Leute der Männerturner Mettendorf wie im Jahr 2002. Der Wettkampfplatz musste bei nassen Bedingungen aufgebaut werden. Am Wettkampftag zeigt sich das Wetter jedoch wieder von seiner besseren Seite. Der Tag startet allerdings mit kalter Bise und bewölkt. Erst am Nachmittag wärmen einige Sonnenstrahlen die zahlreich erschienenen Zuschauer.
Freud und Leid bei den Thurgauer Aktiven
Den Vornotenwettkampf der Kategorie A bestreitet der Märstetter Aron Kiser mit 58.4 Punkten vor dem Berner Pedro Lanz am besten. Der Dritte, Lukas Roth liegt bereits 1.8 Punkte zurück. Somit treffen die beiden ersten am Nachmittag im ersten Durchgang Ringen aufeinander. Der engagierte Kampf geht gestellt aus und wird beidseitig mit der Note 9 belohnt. Der zweite Thurgauer Hoffnungsträger, Andrin Habegger erwischt keinen Traumstart. Er bestreitet vier Vornotendisziplinen und muss am Vormittag zweimal im Sägemehl antreten. Daraus resultieren zwei Gestellte. Der erste Gang am Nachmittag endet gegen den Berner Michael Leuenberger wiederum gestellt. Somit muss Habegger noch einen Gang zulegen, um am Ende um eine Kranzrangierung kämpfen zu können. Es folgt ein Sieg im Schwingen gegen den Luzerner Ueli Rölli und ein Gestellter gegen den Nidwaldner Raphael Waser. Das reicht nicht zu einer Schlussgangteilnahme. Derweil läuft es dem fünfplatzierten vom Vormittag, Matthias Herger, besser. Er gewinnt im Ringen gegen Lukas Roth und stellt im Schwingen gegen Aron Kiser. Ein erneuter Sieg im Nachdrücken gegen Pedro Lenz bringt dem Urner die Schlussgangteilnahme. Der punktgleiche Michael Leuenberger ist sein Gegner im Schlussgang. Nach kurzer Gangdauer endet der Schlussgang mit Plattwurf und Herger kann sich als Tagessieger hochheben lassen. Derweil endet der Tag für Habegger versöhnlich. Sein letzter Gang gegen Lars Mehr mit bringt ihn auf den zweiten Schlussrang. Aron Kiser hat weniger Glück. Er kann sich am Nachmittag keinen Sieg mehr schrieben lassen und fällt auf Platz vier zurück. Den letzten Thurgauer Kranz holt sich Joël Bürke aus Neuwilen auf Platz 1.
Aufstrebende Thurgauer Jugend
Der Thurgauer Nachwuchs zeigt einen hochstehenden Wettkampf. Insbesondere Lukas Thomi aus Märstetten lässt am Vormittag nur gerade 0.6 Punkte liegen. Im Steinheben, Steinstossen und in der Freiübung kann er sich die Maximalnote schreiben lassen. Nur im Lauf reicht es nicht zur Note 10. So geht er am Nachmittag als Favorit in den Sägemehlring. Nach zwei gewonnenen Gängen im Ringen steht er bereits als Kategoriensieger fest. Den Schlussgang bestreitet er gegen seinen Vereinskollegen und Cousin Denni Roth, der diesen Gang als Zusatzgang bestreitet. Den Gang verliert Lukas zwar, gewinnt aber trotzdem mit einem halben Punkt Vorsprung auf seinen Kontrahenten Denni Roth. Das Thurgauer Treppchen komplettiert der Zihlschlachter Robin Bachmann, der wie seine vor ihm liegenden Gegner das erste Jahr in der Leistungsklasse 1 bestreitet. Weitere Thurgauer Auszeichnungen in dieser Kategorie gehen an Fabian Hess und Loic Schafroth.
Die Thurgauer dominieren auch in der Jugendklasse 1 und 2. Fünf von sechs Podestplätzen gehen an Einheimische Turner.
red