Generations Jazz Festival in Frauenfeld stand lange auf der Kippe
Zwei Jahre sind bereits ins Land gezogen und so findet im September wieder das Generations Jazz Festival Frauenfeld statt. Aber statt wie bisher wird es nur eine Light-Version geben.
«Enemy» bestehend aus Kit Downs, Petter Eldh und James Maddren wird am Generations Jazz Festival den Auftakt machen. Bild: zVg
Zwei Jahre sind bereits ins Land gezogen und so findet im September wieder das Generations Jazz Festival Frauenfeld statt. Aber statt wie bisher wird es nur eine Light-Version geben.
Frauenfeld Nächste Woche, vom 26. bis 28. September, verwandelt sich das Eisenwerk in eine Anlaufstelle für Jazz-Fans. Das alle zwei Jahre stattfindende Generations Jazz Festival findet in diesem Jahr jedoch nur als Light-Version statt. «Nachdem wir im Sommer weniger Beiträge als geplant von wichtigen institutionellen Geldgebern erhalten haben, war es zunächst unklar, ob das Festival überhaupt stattfinden könnte», erklärt Dominik Deuber, künstlerischer Leiter des Generations Jazz Festival. Man habe sich jedoch Aussichten auf finanzielle Unterstützung für die nächsten Jahre sichern können. «Das war mit ein Grund, warum wir uns dazu entschieden haben, in diesem Jahr mit einer Light-Version an den Start zu gehen.»
So ist nun alles etwas kurzfristiger angelaufen, auch ein höherer Kommunkationsaufwand kam auf die Verantwortlichen zu. «Es war uns aber wichtig, lieber ein Kurzfestival zu veranstalten als nichts zu machen», so Deuber. So finden am Freitag und Samstag, 26. und 27. September, am Abend jeweils zwei Konzerte statt, sowie eines am Sonntagvormittag, 28. September. Geplant hat Dominik Deuber das Programm von Hamburg aus. «Die Planung geht von überall her da die Künstler selbst auch viel unterwegs sind. Die diesjährigen Acts kenne ich alle schon sehr lange, da ist es kein Problem, Kontakte herzustellen.» Peter Eldh habe er 2021 kennengelernt und damals schon geplant, ihm mehr Raum im Rahmen eines Festivals zu geben. «Mit Stefan Rusconi habe ich zusammen studiert, er war sogar im Jahr 2000 schon beim Generations dabei. Und auch Tobias Preisig ist am Festival kein Unbekannter, er war im Jahr 1998 schon mit dabei.»
Den Auftakt am Freitag, 26. September um 20 Uhr, macht Petter Eldh zusammen mit Kit Downes und James Maddren als «Enemy», gefolgt von Tobias Presig und Alessandro Giannelli «Egopusher» um 22.30 Uhr. Am Samstag, 27. September, 20 Uhr, tritt die Formation «Kammar Koma» mit Kaja Draksler, Ketija Ringa Karahona, Otis Sandsjo, Per Texas Johannson, Lucy Railton und Petter Eldh auf, gefolgt von «Levitation» mit Tobias Preisig und Stefan Rusconi. Den Abschluss am Sonntag, 28. September um 11 Uhr, macht «What Remains ist sound» mit Stefan Rusconi und Tobias Preisig.
Die Planung für das Festival nehme immer sehr viel Zeit in Anspruch. «In der Regel beginnt die Planung, wenn das aktuelle gerade vorbei ist. Mit rund eineinhalb Jahren Vorlaufzeit muss man schon rechnen», sagt Dominik Deuber. Dies sei auch wichtig mit Blick auf die Verfügbarkeit der Künstler. «Natürlich kann es sein, dass ein Act, den man haben möchte, schon ausgebucht ist. Generell schaue ich grundsätzlich darauf, welche Künstler ich haben will und nicht, ob sie gerade in der Nähe auf Tour sind.» Und so sei in diesem Jahr ein Programm entstanden, dass sich sowohl an ein älteres, sowie auch ein jüngeres Publikum richtet.
Finanziert wird das Festival durch öffentliche Gelder von der Stadt Frauenfeld und dem Kanton Thurgau, diese machen den grössten Anteil aus. Dazu kommen Gelder aus Stiftungen, von Sponsoren und vom Ticketing. Letzteres mache jedoch nur einen kleinen Anteil aus. «Aktuell sind noch Tickets verfügbar. Da wir in diesem Jahr etwas später dran sind hoffen wir, dass wir den Saal am Ende auch voll bekommen», so Deuber. Für Verpflegung sei während dem Generations Jazz Festival auch gesorgt. So werden Hansi & Zeitlos die Eisenwerk Beiz während dem Festival bespielen. Diese werde jeweils ab 18 Uhr geöffnet sein.
Von Nico Wrzeszcz
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