Dr. med. Sonia Busch, Chefärztin Elektrophysiologie und Dr. Roger Ruffieux.
zVg
02.03.2026 00:00
Grosses Interesse am Vortrag «Wenn das Herz aus dem Takt gerät»
Am 24. Februar fand im Dreispitz in Kreuzlingen der öffentliche Vortrag «Wenn das Herz aus dem Takt gerät – was Sie wissen sollten» statt. Rund 200 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über Herzrhythmusstörungen zu informieren.
Kreuzlingen Referentin war Prof. Dr. med. Sonia Busch, Chefärztin Elektrophysiologie am Herz-Neuro-Zentrum Bodensee in Münsterlingen. In ihrem verständlichen und praxisnahen Vortrag erklärte sie, wie Herzrhythmusstörungen entstehen, welche Formen es gibt und wann eine ärztliche Abklärung sinnvoll ist. Dabei wurde deutlich: Herzstolpern ist häufig harmlos – kann aber in bestimmten Situationen auch ein Warnsignal sein.
Die Referentin zeigte auf, welche Symptome ernst genommen werden sollten und welche modernen diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Ziel des Vortrags war es, medizinisches Wissen zugänglich zu machen, Unsicherheiten abzubauen und die Besucherinnen und Besucher für ihre eigene Herzgesundheit zu sensibilisieren.
Praxisnah lernen
Als Mitglied der «Patienten Kommission» der European Heart Rhythm Association (EHRA/ESC) erläuterte Dr. Sonia Busch zudem, welche Aufklärungs- und Präventionsaktionen auf europäischer Ebene durchgeführt werden. Im Rahmen des «Pulse Day» am 1. März 2026 – einem Aktionstag mit Fokus auf die Puls-Selbstmessung – hatten die Gäste die Gelegenheit, unter Anleitung des Rettungsdienstes RescueMed ihren Puls und Blutdruck zu messen, eine Herzdruckmassage zu erlernen, ein EKG durchführen zu lassen sowie praktische Tipps für den Alltag zu erhalten.
Ein besonderer Moment während des Vortrags war die Intervention von Dr. Roger Ruffieux, ehemaliger Hausarzt in Matzingen, der über seine persönlichen Erfahrungen mit der Katheterablation bei Vorhofflimmern am Herz-Neuro-Zentrum Bodensee berichtete. Mit einfühlsamen und poetischen Worten schilderte er, wie angenehm und reibungslos der stationäre Aufenthalt sowie der Ablauf vor und nach dem Eingriff für ihn waren.
Der Anlass bot damit nicht nur fundiertes theoretisches Wissen, sondern auch konkrete Einblicke in medizinische Untersuchungen und Prävention. Die Kombination aus Fachvortrag, persönlichem Austausch und praktischen Messmöglichkeiten wurde von den Teilnehmenden sehr geschätzt. ⋌red