Christian Brändli setzt sich zusammen mit dem Pro Komitee für den Sanierungskredit der Bodnesee-Arena ein. Kurt Peter
11.06.2025 08:05
«In der sanierten Bodensee-Arena ist viel möglich»
Komitee Pro Bodensee-Arena gegründet – Abstimmung am 28. September
Ein breit abgestütztes Komitee unterstützt das Kreditbegehren für die Sanierung der Bodensee-Arena. Für die Gruppe geht es um mehr als eine Eishalle, sie sprechen von einem Multifunktionszentrum mit Strahlkraft weit über den Thurgau hinaus.
Kreuzlingen Das Pro-Komitee mit Thomas Dufner an der Spitze habe seine Wurzeln im Verein der Freunde der Bodensee-Arena, erklärt Gemeinderat und Mitinitiator Christian Brändli. «Wir haben vorausgedacht und für den kommenden Abstimmungskampf am 28. September Rückstellungen gemacht». Zudem ruft das Pro Komitee interessierte Personen über Soziale Netzwerke unter www. üsi-arena.ch zur Beteiligung auf. «Das Echo ist gross, die Reaktionen sind positiv». In der Kerngruppe seien Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Kultur, Schule, Politik und Wirtschaft vertreten. «Wir unterstützen die Vorlage, weil wir vom Projekt überzeugt sind und die Bodensee-Arena wieder als multifunktionales Zentrum der Bevölkerung zur Verfügung stellen wollen».
Sportinfrastruktur verbessern
Dem Pro-Komitee sei es ein grosses Anliegen, die Bodensee-Arena nicht nur als Sportstätte für den Eissport zu präsentieren. «Die Sanierung geht weit darüber hinaus, für den Kredit von 26,1 Millionen Franken bekommt die Bevölkerung der Region eine moderne Anlage, die vielen Ansprüchen gerecht wird», ist Christian Brändli überzeugt. Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten könnten für mehrere Sportarten geschaffen werden. «In der sanierten Bodensee-Arena ist vieles möglich, wenn Kreuzlingen dem Ruf einer Sportstadt gerecht werden will, ist das Projekt umzusetzen». Christian Brändli verweist in diesem Zusammenhang auf die Sportinfrastruktur in der Stadt. In den vergangenen Jahren sei diese Schritt für Schritt auf Vordermann gebracht worden.
«Wir konnten das grosse Projekt Bad Egelsee erfolgreich abschliessen, die Fussballplätze wurden saniert und modernisiert, der FC Kreuzlingen bekam ein neues Garderobengebäude und die Weichen für eine grosse Tennisanlage auf dem Gebiet Seezelg sind ebenfalls gestellt». Mit der Sanierung der Bodensee-Arena könne der Nachwuchs vielfach profitieren, ist Christian Brändli überzeugt.
Finanziell tragbar
Die Bodensee-Arena sei aber auch ein Wirtschaftsfaktor. Viele Gewerbebetriebe könnten nicht nur von den möglichen Sanierungsarbeiten profitieren, sondern auch vom späteren Betrieb der Gastronomie und des Hotels. «Und natürlich von Trainingslagern, Turnieren, Messen, Konzerten und weiteren möglichen Grossanlässen». Das Komitee wolle mit der Unterstützung dahin zurück, wo die Bodensee-Arena schon einmal gestanden habe: «Dank Davis-Cup, der Gewa, dem vom ORF im Jahr 2012 produzierten Musikanten-Stadl und insgesamt 66 Livesendungen und 15 Aufzeichnungen des Schweizer Fernsehens ist unsere Stadt national und international bekannt geworden», so Christian Brändli.
Ein Nein zum Kredit am 28. September wäre ein Scherbenhaufen, zeigt er sich überzeugt. Stadt und Bevölkerung würden Werte verlieren, müssten zahlreiche Vereine enttäuschen und «wir hätten eine Ruine, die für viel Geld abgebrochen werden müsste». Auf diesem Areal etwas Neues zu bauen sei nicht möglich, einmal wegen der Zonierung und auch wegen des belasteten Untergrunds. «Dem FC Kreuzlingen müssten die aktuell genutzten Garderoben ersetzt werden, wir müssten viel Geld ausgeben und hätten doch eine wertvolle Anlage verloren». Ausserdem entgegnet Christian Brändli all jenen, die eine schwierige Finanzlage der Stadt als Gegenargument zm Kredit ins Feld führen: «Wir können uns die Sanierung und den Betrieb der Bodensee-Arena ohne Steuererhöhung leisten».
Von Kurt Peter