Der Keisel Emmishofen nach dem Umbau. Bauverwaltung Kreuzlingen
14.11.2024 07:00
Massnahmen dringend nötig
Unfallschwerpunkt Kreisel Emmishofen wird ab April 2025 saniert - Bauzeit acht Monate
Der Kreisel Emmishofen wird im kommenden Jahr durch das kantonale Tiefbauamt saniert und mit einer Betonfahrbahn versehen. Die Kreiselgeometrie wird angepasst und die Veloführung optimiert. Während der Bauzeit gibt es eine Einbahnregelung. Durchfahrt ist in Ost-West-Richtung möglich.
Kreuzlingen «Der Kreisel Emmishofen ist einerseits ein Unfallschwerpunkt und andererseits aufgrund des baulichen Zustandes sanierungsbedürftig», so Sandro Nöthiger, Leiter Tiefbau der Bauverwaltung. Die Sanierung sei bereits ins Agglomerationsprogramm 3. Generation aufgenommen worden und daher könnten Bundesbeiträge von etwas 35 Prozent erwartet werden. «Wir können eine Betonfahrbahn einbauen, die Kreiselgeometrie anpassen und den Veloverkehr optimieren», sagt Sandro Nöthiger zum Projekt, welches in der Bauverwaltung aufliegt.
Energie Kreuzlingen beginnt
Die Bauzeit wird mit etwa acht Monaten angegeben, der Startschuss fällt im April des kommenden Jahres mit der Werkleitungssanierung der Energie Kreuzlingen. «In einer ersten Phase müssen die Leitungen unter der Bahnlinie hindurch geführt werden, das geschieht mit einer so genannten Spühlbohrung», so der Leiter Tiefbau. Nach Abschluss dieser Arbeiten beginnen die Sanierungen der Fahrbahn in Etappen. Parallel dazu saniere das kantonale Tiefbauamt die Unterführung Konstanzerstrasse.
In Ost-West-Richtung werde die Strecke immer befahrbar sei, erläutert Sandro Nöthiger. Von Tägerwilen Richtung Bottighofen werde der Verkehr über die Hauptstrasse zwischen Zecchinel und Mowag umgeleitet. Betroffen seien auch die Buslinien. «Da die Konstanzerstrasse während der Bauphase nicht durchgängig befahren werden kann, werden die Busse über die Nationalstrasse zum Hauptbahnhof geleitet». Mitte November 2025 sollen die Bauarbeiten am Kreisel abgeschlossen sein.
Digitale Information
Die Kreiselgestaltung bleibe in der Form erhalten, müsse aber während des Baus demontiert werden. Das gebe dann die Möglichkeit, die Alutafeln zu reinigen. In die Sanierung würden rund zwei Millionen Franken investiert, der städtische Anteil belaufe sich auf etwa 33 Prozent. «Der neue Kreisel wird sicherer sein, weil die Gestaltung die Geschwindigkeit reduziert», ist Sandro Nöthiger überzeugt. Der Fahrradverkehr werde von der Velounterführung her kommend über die Bahnhofstrasse zur Konstanzerstrasse und nicht über den Kreisel geleitet.
«An diesem Projekt testen wir erstmals die digitale Anwohnerinformation», erklärt Stadtrat Ernst Zülle. Mit der Firma BDF Smart hätten Kanton, Energie Kreuzlingen und Bauverwaltung eine Partnerin gefunden, die aktuelle Informationen über den Baufortschritt geben könne. «Auf dem vorgängig zum Bau verschickten Infoschreiben wird auch ein QR-Code abgedruckt, mit dem die Interessierten auf eine entsprechend Homepage kommen». Die ständig aktualisierte Seite zeige aber nicht nur den Stand der Bauarbeiten (Etappierung) an, sie informiere auch darüber, warum gebaut werde, wie die Verkehrsführung aussehe und könne bei Interesse auch News versenden, ohne dass sich Interessierte täglich auf der Homepage informieren müssten. «Wir wollen mit dieser Massnahme auch Verständnis wecken und Fragen beantworten, je nach Interesse ist der Einsatz der digitalen Anwohnerinformation auch bei künftigen Baustellen möglich», so der Stadtrat. Künftig heisst: Beim Rebstockkreisel und dem Bushof mit Bärenkreisel im Jahr 2026.
Von Kurt Peter