Mehrzweckstreifen: Flexibel und sicher
Mit der Sanierung der Romanshornerstrasse vor drei Jahren wurde zur Querung ein Mehrzweckstreifen im Dorfkern von Kurzrickenbach eingebaut. Die Erfahrungen fallen mehrheitlich positiv aus.
Der Dorfkern Kurzrickenbach mit dem Mehrzweckstreifen aus der Vogelperspektive.
Mit der Sanierung der Romanshornerstrasse vor drei Jahren wurde zur Querung ein Mehrzweckstreifen im Dorfkern von Kurzrickenbach eingebaut. Die Erfahrungen fallen mehrheitlich positiv aus.
Mit einem Fest weihte die Bevölkerung das umfangreiche Bauprojekt im September 2023 ein. Die Sanierung wurde in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt Kreuzlingen und dem Tiefbauamt des Kantons Thurgau ausgearbeitet und schloss unter anderem beidseitige Radstreifen, den behindertengerechten Ausbau der Bushaltestellen sowie die Verbesserung der Fussgängerbeziehungen an Trottoirs und Fussgängerschutzinseln mit ein. Zudem wurde der Dorfkern Kurzrickenbach komplett saniert und zur Querung der Strasse mit einem Mehrzweckstreifen versehen.
Mittlerweile ist der Bevölkerung die Funktion und die Nutzung des Mehrzweckstreifens weitgehend bekannt. In seiner Form bietet der Mehrzweckstreifen mehr Handlungsspielraum und fordert deshalb von allen Verkehrsteilnehmenden Umsicht und Rücksicht. Der Mehrzweckstreifen in Kürze erklärt:
Sichere Querung des Mehrzweckstreifens für Fussgängerinnen und Fussgänger:
Sichere Nutzung des Mehrzweckstreifens für Fahrzeuglenkende:
«Seit der Inbetriebnahme des Mehrzweckstreifens stellen wir eine geschwindigkeitssenkende Wirkung im Quartier fest, was auf die optische Verengung der Fahrbahn zurückzuführen ist», erklärt Stadtrat Ernst Zülle. Dieser Effekt führe zu einer Erhöhung der Verkehrssicherheit, was sich auch in der Unfallstatistik niederschlage, seit der Sanierung des Dorfkern Kurzrickenbach ist es in diesem Abschnitt zu keinem Unfall mehr mit Personenschaden gekommen, betont Sandro Nöthiger, Leiter Tiefbau.
Trotz dieser positiven Auswirkungen gibt es Kritik. Insbesondere Velofahrende wünschen sich einen durchgehenden Velostreifen von West nach Ost. «Diesen Wunsch können wir sehr gut nachvollziehen, aus Platzgründen ist er jedoch nicht umsetzbar»; erklärt Sandro Nöthiger. «Gerade deshalb wählten wir eine engere Fahrbahn. Sie soll verhindern, dass Velofahrende im Bereich des Mehrzweckstreifens nicht überholt werden.» Sandro Nöthiger ist überzeugt, dass gegenseitige Rücksichtnahme alle Verkehrsteilnehmenden hilft, sicher ans Ziel zu gelangen.
IDSK
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