Pole Dance ist Fitness mit Spassfaktor
Neu in der Stadt: Im alten Fabrikgebäude an der Wasenstrasse hat Cosima Kolb kürzlich ihr Studio «Paradise Pole» eröffnet. Bei dieser Art Training dreht sich alles um die Stange.
Cosima Kolb in ihrem neuen Studio an der Wasenstrasse. IDSK
Neu in der Stadt: Im alten Fabrikgebäude an der Wasenstrasse hat Cosima Kolb kürzlich ihr Studio «Paradise Pole» eröffnet. Bei dieser Art Training dreht sich alles um die Stange.
«Life is better upside down» – das ist der Slogan von Cosima Kolbs neuem Fitnessstudio im ehemaligen Tour-de-Suisse-Gebäude. Der Spruch ist hier Programm: Fortgeschrittene wechseln beim Turnen an der Stange nämlich gerne die Perspektive und führen die akrobatischen Choreografien kopfüber aus. Selbstverständlich braucht es ein wenig Zeit, bis die Pole Dancer mit ihrem Können an diesen Punkt kommen. Doch auch Anfängerinnen und Anfänger schaffen in wenigen Lektionen Bewegungsabfolgen, die richtig gut aussehen – nur noch nicht «upside down», versichert die 33-Jährige. Sie bietet Kurse verschiedener Leistungsstufen an, aktuell abends unter der Woche. Das Ziel sei es aber, das Angebot nach der Startphase auszubauen, sagt die gelernte Wirtschaftsingenieurin, die nebenbei als Flugbegleiterin arbeitet.
Cosima Kolb selbst ist vor gut zehn Jahren zum Pole Dance gekommen, damals noch als Studentin. Schnell habe sie gemerkt, dass der Sport äusserst effektiv ist, aber gleichzeitig Spass bereitet, da man durch die tänzerische Choreographie von der Anstrengung abgelenkt wird. Praktisch nebenbei gewinnt man beim Ausführen der akrobatischen Tricks an Muskelkraft und Flexibilität, was sich wiederum positiv auf das Körpergefühl auswirkt, «ja, auch auf das Selbstbewusstsein, den eigenen Körper gut zu finden, so wie er ist.» Die Idee zum eigenen Studio ist entstanden, als Cosima Kolb nach einigen Studien- und Arbeitsjahren von Berlin zurück an den Bodensee zog. «Es gab hier in Konstanz/Kreuzlingen keine Trainingsmöglichkeit – also habe ich mich dazu entschieden, einfach selbst ein Studio zu eröffnen.» Die Suche nach einer geeigneten Lokalität sei gar nicht so einfach gewesen, zumal es fürs Pole Dance eine gewisse Raumhöhe braucht. Mit dem Loft an der Wasenstrasse sei sie nun richtig happy.
Die Instruktorin plant, das Kursangebot um die akrobatischen Disziplinen Aerial Silk und Aerial Hoop zu erweitern. Geplant sind auch ein Zirkusangebot für Kinder sowie Kurse für Frauen, die nach einer Geburt wieder zu ihrem Körper zurückfinden möchten und die Rückbildung bereits abgeschlossen haben. Schon jetzt gibt es im «Paradise Pole»-Studio Schnupperstunden, Einzelstunden, Team-Events und verschiedenste Abos. Die Preisgestaltung zielt auf Nutzer von dies-, aber auch jenseits der Grenze ab. Cosima Kolb betont, dass Pole Dance nicht nur für Frauen interessant sei. Männer seien auf Grund der stärkeren Muskulatur sogar ein bisschen im Vorteil. Auch könne man den Sport in jedem Alter und ohne Vorkenntnisse ausprobieren.
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