Positiver Trend soll in der neuen Saison anhalten
Am vergangenen Freitag führte die Thurgauer Eishockey AG ihre 2. Generalversammlung durch. Neben Neuwahlen stand auch der Erfolg der vergangenen Saison im Vordergrund.
HCT-Geschäftsführer Christian Bannwart sowie die wiedergewählten Verwaltungsräte Thomas Müller, Ralph Ott und Martin Frei (v.l.). Bild: Nico Wrzeszcz
Am vergangenen Freitag führte die Thurgauer Eishockey AG ihre 2. Generalversammlung durch. Neben Neuwahlen stand auch der Erfolg der vergangenen Saison im Vordergrund.
Eishockey Der HC Thurgau könne auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken. «Nach einem 3. Platz in der Quali haben wir es bis ins Playoff-Halbfinal geschafft. Auch wenn wir dort mit 0:4 ausgeschieden sind, waren die Spiele knapp und wir waren immer sehr nah dran», resümierte Vereinspräsident Thomas Müller. So führte der sportliche Erfolg auch zu erfreulichen Zuschauerzahlen. In der Regular Season besuchten im Schnitt 1573 Zuschauerinnen und Zuschauer die Heimspiele des HCT, ein Plus von 18 Prozent. Die Playoff-Spiele besuchten im Schnitt 2196, dort blieben die Zahlen unverändert.
Eine ebenso erfreuliche Entwicklung gibt es beim Nachwuchsteam, den HCT Young Lions. In der U17-Top konnte die Schweizer Meisterschaft gefeiert werden und diverse Spieler in Aktivteams integriert werden. «Einige U15-Spieler haben den Sprung zu National League Teams geschafft, auf diese Entwicklung sind wir natürlich besonders stolz», so Thomas Müller. Hier gelte es, die Spieler nicht aus den Augen zu verlieren, seien doch zahlreiche ehemalige Jugendspieler nach einigen Jahren wieder zum HC Thurgau zurückgekommen.
Weniger erfreulich lief es bei den HCT Ladies. Diese sind in die Women's League C abgestiegen, dort lautet das klare Ziel jedoch Wiederaufstieg. «Wir sind von unserem Frauenteam überzeugt. Sie sind eine Bereicherung für den Gesamtverein.»
Finanziell stehe der HC Thurgau sehr gut da. «In der abgelaufenen Saison konnte ein Gewinn von rund 50'000 Franken verbucht werden. Dies ist zurückzuführen auf einen Zuwachs beim Sponsoring, Ticketing und Catering», präsentierte HCT-Geschäftsführer Christian Bannwart. Auch für die kommende Saison laufe der Saisonkartenverkauf sehr gut an. «In der Swiss League sind 30 Prozent Eigenkaptial notwendig. Wir können rund 492'000 Franken Eigenkapital nachweisen (52 Prozent) und werden von der Liga als dunkelgrün eingestuft.» Erstaunlich, sei der HCT noch vor wenigen Jahren mit rot/orange eingestuft worden. Auch konnten die Covidschulden aus dem laufenden Spielbetrieb heraus komplett abbezahlt werden. So wurde die Rechnung logischerweise genehmigt sowie dem Verwaltungsrat mit der Déchargeerteilung das Vertrauen ausgesprochen. Zu einer Veränderung kam es im Verwaltungsrat der Thurgauer Eishockey AG. Finanzchef Roger Jacober ist aus dem Verwaltungsrat ausgeschieden. Die weiteren bisherigen Verwaltungsratsmitglieder stellten sich zur Wiederwahl auf. Ralph Ott, Martin Frei und Christoph Singer (in Abwesenheit) wurden einstimmig wiedergewählt, einzig Präsident Thomas Müller erhielt vereinzelte Gegenstimmen. Damit können er umgehen. Er habe den Verein vorangebracht und professionalisiert. Und: «In zwei Jahren ist dann Schluss, dann war ich zehn Jahre Teil des Verwaltungsrats. Es wird für mich Zeit, kürzer zu treten. Wer sich berufen fühlt, darf sich gerne für das Amt zur Verfügung stellen und seinen Kopf hinhalten», so Müller.
Nach der positiven vergangenen Saison solle auch in der neuen Spielzeit wieder die sichere Playoff-Qualifikation erreicht werden. «Wir wollen wieder ins Halbfinale, sowie unsere Talente weiter fördern und das allgemeine Spielerlebnis verbessern», betonte Thomas Müller. Dazu gehöre unter anderem der «Leuenfelsen». Die neue Tribüne solle bis zum Saisonstart fertiggestellt sein und biete weitere Sitzplätze. Das Mannschaftsbudget wurde um 100'000 Franken erhöht. Dies einzuhalten werde aber wieder ein riesiger Kraftakt für den HC Thurgau, wie Geschäftsführer Christian Bannwart festhielt. Budgetiert wurde ein Umsatz von 4,5 Millionen Franken, über 70 Prozent davon werden durch Sponsoreneinnahmen generiert. «Wir sind also weiterhin auf eure Hilfe angewiesen», sprach Bannwart die rund 120 anwesenden Aktionärinnen und Aktionäre an.
Positiv los ging es im Anschluss mit dem ersten Testspiel der neuen Saison gegen den Partnerverein EHC Kloten. Sprach Captain Dominic Hobi an der GV noch davon, dass man nie wisse, was auf einen zukomme, kann man im Nachgang sagen, dass es ein recht erfolgreiches Spiel war. Vor rund 900 Zuschauern gewann der HC Thurgau das Spiel gegen das Team aus der National League mit 6:4.
Von Nico Wrzeszcz
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