So präsentiert sich der neue Bushof auf dem Bärenplatz nach der Fertigstellung. Grosjean Architekten
14.05.2026 05:00
Provisorium ist bald zu Ende
Strassenprojekt mit neuem Bushof Bärenplatz und Überdachung liegen auf
Der Bushof auf dem Bärenplatz bekommt ein ganz neues Gesicht. Neben dem neuen und deutlich grösseren Perron mit modernem Dach wird in diesem Zusammenhang der provisorische Bärenkreisel verschoben, damit zwei zusätzliche Anlagekanten realisiert werden können.
Kreuzlingen Der zentrale Bushof auf dem Bärenplatz genügt den Anforderungen schon lange nicht mehr, er wurde 2006 als Provisorium erstellt. Am 13. März 2025 genehmigt der Gemeinderat einen Kredit von 1,4 Millionen Franken für die zweckmässige Überdachung. Damit machte das Parlament den Weg frei für einen grösseren Bushof auf dem zentralen Knotenpunkte Bärenplatz. Dieser ist erforderlich, da die Busse weitgehend im Viertelstundentakt verkehren und durchschnittlich rund 4000 Fahrgäste täglich befördern.
Mobilitätsbedarf steigt
Die Erweiterung des zentralen Bushofs von 8 auf 10 Haltekanten ist erforderlich, um den zukünftigen Anforderungen des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Kreuzlingen gerecht zu werden, da die Stadt weiterhin wächst. Durch die kontinuierliche Bevölkerungs- und Stadtentwicklung steigt der Mobilitätsbedarf deutlich an, was höhere Taktfrequenzen und zusätzliche Linienkapazitäten notwendig macht. Der neue Perron wird den gesetzlichen Vorschriften gemäss behindertengerecht realisiert, ist rund 70 Meter lang, 5,30 Meter breit und hat neu Platz für zehn Busse, «eine langfristige Reserve», wie Sandro Nöthiger, Leiter Tiefbau der Bauverwaltung, festhält. Die Überdachung ist 45 Meter lang und wird mit verschiedenen Sitzmöglichkeiten sowie Infotafeln ausgestattet. Zudem gibt es an beiden Enden je einen grossen Baum. Auf dem Dach wird zudem eine grosse Photovoltaikanlage installiert.
Für die Erweiterung des Bushofs sind diverse Strassen-Anpassungen nötig. «Einer der Kernpunkte dabei ist die Verschiebung Bärenkreisels, der damals vor 20 Jahren nur als Provisorium erstellt wurde», erklärt Stadtrat Ernst Zülle. Die Neugestaltung nehme Rücksicht auf die heutigen Anforderungen, so werde ein langlebiger Betonbelag eingebaut, durch die Geometrie die Geschwindigkeit reduziert und damit die Verkehrssicherheit erhöht. Da der Bau des Kreisels innerhalb der Strassenparzelle realisiert werden kann, ist kein Landerwerb nötig. «Der Platz vor dem Restaurant Bären erhält eine Abgrenzung mit Grünrabatte, wird mit Pflästerung und Solitärbaum attraktiv neu gestaltet», so Stadtrat Ernst Zülle.
Geld aus dem Aggloprogramm
Durch die Verschiebung des Kreisels entsteht ein neuer Vorbereich zur Sockelmauer entlang des Sallmannschen-Parkes, welcher eine neue Gestaltung zulässt. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte hier ein neuer Zugang zum Park erstellt werden. Auch im Bereich der Zufahrt aus der Pestalozzistrasse entstehen Grünflächen, welche neu gestaltet und aufgewertet werden können. «Wichtig ist uns auch, dass der hochfrequentierte Übergang vom Bärenplatz zum Bushof fussgängerfreundlich gestaltet wird», sagt Sandro Nöthiger. Die Bepflanzung setzt konsequent auf einheimische, standortgerechte Arten, die sich an der bestehenden Vegetation orientieren. Derzeit liegen sowohl Bushof-Dach wie auch das Strassenprojekt in der Bauverwaltung auf. Ausserdem werden die Werkleitungen komplett saniert. Baubeginn soll im Februar 2027 sein. Während der Bauzeit von zehn Monaten werde der Busbetrieb mit Änderungen und Einschränkungen geführt. Über die Verkehrsführung des Individualverkehrs sowie der Busse werde jeweils aktuell informiert, erklärt Sandro Nöthiger. Die Investitionen betragen für das Dach 1,4 Millionen Franken, für den Bärenkreisel 1,1 Millionen Franken und für den Bushof 1,45 Millionen wobei für dieses Projekt voraussichtlich 385'000 Franken Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm gesprochen werden.
Von Kurt Peter