Die Mehrzweckhalle Ermatingen ist stark ausgelastet. Eine Entlastung wird mit Salenstein gesucht. Plan
05.02.2026 08:59
Sekundarschule ist gefordert
Überlastete Mehrzweckhalle - Rücktritt aus der Behörde - Persönliche Anfeindungen gegen Behördenmitglieder
Die Entwicklungen an der Primarschule Ermatingen haben auch Einfluss auf die Sekundarschule. Nach der Kündigung beider Mitarbeiterinnen der gemeinsamen Verwaltung hat die Sekundarschulbehörde beschlossen, getrennte Wege zu gehen. Auch für den Sportunterricht sucht die Sekundarschule Lösungen. Behördenmitglied Stephanie Schümperli tritt zurück.
Ermatingen Die gemeinsame Schulverwaltung besteht aus zwei Personen mit einem Gesamtpensum von 130 Stellenprozenten. Die Schulverwaltung ist an der Hauptstrasse 64 eingemietet. Zuständig für das Personal und den Mietvertrag ist die Primarschulbehörde. Beide Mitarbeiterinnen haben gegenüber der Primarschule ihre Kündigung eingereicht und stellen auch die Sekundarschule vor Probleme im Tagesbetrieb. Die Sekundarschulbehörde hat beschlossen, fortan eine eigene Anstellung vorzunehmen. Die Schulverwaltung der Sekundarschule zieht per 1. März ins Sekundarschulhaus um und profitiert damit von der räumlichen Nähe zu Schulleitung und Lehrpersonen.
Mehrzweckhalle ist ausgelastet
Die wachsende Nachfrage nach Hallenkapazität wirkt sich stark auf die Auslastung der Mehrzweckhalle aus. Mit der starken Nachfrage nach Mittagstisch und Tagesstrukturen in der Mehrzweckhalle steigt die Auslastung der Anlage zusätzlich. Die knappe Verfügbarkeit der Mehrzweckhalle erschwert die Stundenplanung der Sekundarschule und führte in der Vergangenheit zu suboptimalen Stundenplänen. Mehrere Eltern kritisierten diesen Umstand.
Im Sinne einer nachhaltigen Lösung erwägt die Sekundarschule, einen Teil des Sportunterrichts zukünftig in die Sporthalle nach Salenstein zu verlegen. Sie hat diesbezüglich Kontakt mit der Gemeinde Salenstein aufgenommen und bereits positive Signale erhalten. Ob die grössere Distanz eine solche Lösung unter dem Strich sinnvoll macht, wird nun abgeklärt. Um die nötigen Fristen einzuhalten, hat die Sekundarschulbehörde die gemeinsame Vereinbarung mit der Primarschule über die Nutzung der Mehrzweckhalle vorsorglich gekündigt.
Stephanie Schümperli tritt zurück
Im Januar musste die Sekundarschulbehörde das Rücktrittsgesuch per 30. Juni 2026 von Stephanie Schümperli genehmigen. Die Behörde bedauert ihren Rücktritt ausserordentlich. Stephanie Schümperli trat ihr Amt am 1. August 2025 an. Sie arbeitete sich engagiert in das neu geschaffene Ressort Kommunikation und Kultur ein und brachte sich von Beginn weg aktiv in die Arbeit der Schulbehörde ein. Im Verlauf der vergangenen Monate zeigte sich jedoch, dass das exponierte Amt mit ihren weiteren Aufgaben, dem beruflichen Engagement sowie dem Familienleben längerfristig nicht vereinbar ist.
Zusätzlich wurde nicht nur von ihr, sondern auch von anderen Mitgliedern der Schulbehörde eine zunehmende Politisierung des Amtes wahrgenommen. Einzelne Behördenmitglieder wurden im direkten Gespräch mit Bürgern persönlich angefeindet. Die Sekundarschulbehörde bedauert, dass die Art und Weise, wie mit Milizpolitikerinnen und Milizpolitikern umgegangen wird, die Gewinnung neuer, motivierter Mitglieder zusätzlich erschwert. Die Sekundarschulbehörde dankt Stephanie Schümperli herzlich für ihren ausserordentlichen Einsatz.
Legislaturziele im Fokus
Die Sekundarschulbehörde freut sich über offene und konstruktive Gespräche mit Eltern, Bürgerinnen, Bürgern und den Mitgliedern der Partner-Behörden. Es liegt der Sekundarschulbehörde viel am direkten Dialog und an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit allen Anspruchsgruppen. Sie bildet die Basis für ein motivierendes Engagement zu Gunsten der Umsetzung der Legislaturziele mit dem Fokus auf Schulqualität, Kultur und Kommunikation, Kosteneffizienz, Schulraumentwicklung sowie Führung und Organisation.
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