Daniel Moos: Unsere Museen sind eine Erfolgsgeschichte und wir wollen ihre Zukunft sichern." Kurt Peter
14.01.2026 08:21
Stadtrat will Museen stärker unterstützen
Der Kreuzlinger Gemeinderat beschliesst über höhere Betriebsbeiträge an die Museen
Seemuseum, Museum Rosenegg und Bodensee Planetarium und Sternwarte sollen höhere Betriebsbeiträge von der Stadt bekommen und damit künftige Herausforderungen und Entwicklungsschritte meistern. Der Stadtrat beantragt einen um 220'000 Franken höheren Beitrag jährlich für die kommenden zehn Jahren.
Kreuzlingen «Die Kreuzlinger Museen sind eine Erfolgsgeschichte», kann der zuständige Gemeinderat Daniel Moos an der Medienkonferenz bekanntgeben. Seemuseum, Museum Rosenegg und Planetarium mit Sternwarte konnten mit 28'000 Besuchern jährlich mehr Gäste verzeichnen als das besucherstärkste Thurgauer Museum, das Kunstmuseum Ittingen. Die drei Stiftungspräsidenten haben am 5. August 2025 um eine Erhöhung der jährlichen Betriebsbeiträge beantragt, um den eingeschlagenen Weg der Professionalisierung weiter verfolgen zu können.
«Das Museumskonzept der Stadt wurde 2016 vom Volk angenommen, nach zehn Jahren hat es sich nun gezeigt, dass die Museen mit den Mitteln an ihre Grenzen stossen», sagt Daniel Moos. Um den Status quo der heutigen Leistungen zu halten und die gesteckten Ziele zu erreichen, bedürfe es einer Erhöhung der jährlich wiederkehrenden Beiträge von derzeit 380'000 Franken auf 600'000 Franken jährlich. Das Museum Rosenegg müsse für den Betrieb mit dem heutigen Leistungsumfang bereits in beträchtlichem Mass auf das noch vorhandene Stiftungsvermögen zugreifen, heisst es in der Botschaft. Das Seemuseum könne nur durch die Quersubventionierung durch Wohnungsmieten der Liegenschaft eine positive Jahresrechnung bewirken. Planetarium und Sternwarte müssten den Bereich Technik und Vorführung dringend professionalisieren. Im Vollbetrieb mit steigenden Besucherzahlen könnten der technische Bereich sowie die Vermittlung nicht mehr im Rahmen von rein ehrenamtlicher Tätigkeit geführt werden. Ab 2027 erhält das Seemuseum 200'000 Franken jährlich, das Museum Rosenegg 240'000 Franken und das Planetarium 160'000 Franken. Allein aus den Beiträgen der öffentlichen Hand würden sich die Museen aber nicht finanzieren können, sondern weiterhin beträchtliche Teile selbst erwirtschaften müssen.
Auch Investitionen fällig
«Alle drei Institutionen leisten einen hohen identitätsstiftenden Beitrag für die Stadt Kreuzlingen und besitzen darüber hinaus Alleinstellungsmerkmale im Kanton und der Region», so Daniel Moos. Die Museen ständen mittel- bis langfristig zudem vor bedeutenden Investitionsvorhaben. Das Seemuseum müsse die Dauerausstellung erneuern und es stehe eine Fassadensanierung an. Die Kosten dafür würden auf 4,4 Millionen Franken geschätzt. Das Rosenegg braucht für die Erneuerung der Dauerausstellung und Umstellung auf LED 230'000 Franken und das Planetarium rechnet mit Investitionen von insgesamt 445'000 Franken. Der Gemeinderat wird die Botschaft am 22. Januar diskutieren, die Volksabstimmung ist am 27. September.
Von Kurt Peter