VerwertBar-Team sucht Unterstützung.
21.01.2025 15:55
VerwertBar sucht Freiwillige mit Herz
Die VerwertBar feiert ihr 10-Jahr-Jubiläum. Ein Besuch bei der Arbeit
Seit zehn Jahren besteht der Verein VerwertBar. Ein Zuhause hat dieser damals in einem Raum der Sakristei der evangelischen Kirchgemeinde Kurzrickenbach gefunden. Die Gründer Beni und Marina Merk-Biber haben nun die Präsidial- und Vorstandsarbeit abgegeben. ¶
Kreuzlingen Die letzte Lieferung ist eingetroffen. Alle freiwilligen Helferinnen und Helfer machen sich an die Arbeit. Auch die neue Präsidentin Irene Eberle steht im Einsatz. Seit 1. Januar 2025 haben Beni und Marina Merk-Biber die Präsidial- und Vorstandsarbeit abgegeben, was die Beiden zehn Jahre kompetent geführt haben. Ebenfalls hat Marcel Deucher sein Kassieramt übergeben. Dieser Verein besteht aber weiter und geht nahtlos über mit einem neuen Vorstand.
Über 100 Lebensmittel-Boxen
Es ist Freitag um halb zehn, als die fünf Teammitglieder die Backwaren, Sandwichs, Gemüse und Früchte in grüne Harasse verteilen. Darunter Eddy Billeter, welcher mit seinen 87 Jahren blitzschnell und mit geübtem Blick Peperoni, Trauben und Salate auf ihre Geniessbarkeit prüft und dann gerecht in die Boxen aufgeteilt. Heute gabs zudem noch Katzenfutter vom Lidl. In einer Schachtel warten Teigwaren auf hungrige Mägen. «Hauptsächlich erhalten wir aber Früchte, Gemüse und Brot. Rein von der Lagerung her sind frische Produkte wie Fleisch eher selten». Über 100 Kistchen werden während einer knappen Stunde zusammengestellt. Am Eingang steht noch ein zusätzlicher Harass. Wer etwas nicht mag oder verwerten kann, legt es in die Tauschkiste und kann sich dafür etwas anderes mitnehmen.
Die Lebensmittel werden nicht von den spendenden Läden wie Lidl, Aldi und Kreuzlinger und Tägerwiler Bäckereien geliefert wie bei anderen Organisationen. Somit fängt der Einsatz der Freiwilligen bereits um 8 Uhr mit dem Einsammeln der Waren an.
Um viertel vor Zehn warten bereits etwas 20 Personen vor der Türe. Sie unterhalten sich - teils mit Händen und Füssen. Viele kennen sich, da sie meistens am Dienstag und Freitag von 10 Uhr bis 11 Uhr wenn die VerwertBar geöffnet hat, vor Ort sind. Gleichzeitig hat jeweils das Open Place, von Pfarrer Damian Brot ins Leben gerufen, geöffnet. Bei einem Gratis-Kafi oder Tee lässt es sich gut warten.
Ausgabe ist unbürokratisch
Die meisten holen die Esswaren für sich und ihre Familien ab. Somit könne man mit gut 150 Personen rechnen, welche von der Abgabe profitieren. Ob man Dankbarkeit spüre, fragen wir Irene Eberle. Oftmals sei es mehr ein Nicken, anstatt Worte. Die Sprachbarriere mache sich bemerkbar. Viele der Besuchenden seien ukrainische Flüchtende. Gross ins Gespräch komme man mit den Bezügerinnen und Bezüger aber nicht. Dafür reiche die Zeit nicht aus und für einen Austausch sei das Open Place der richtige Ort. Die Ausgabe der Nahrungsmittel läuft sehr unbürokratisch. Man muss keinen Nachweis vom Sozialamt vorweisen oder den Namen angeben. Wer dankbar für die Essensspende ist, ist willkommen. Um die VerwertBar weiterhin führen zu können, ist der Verein auf fleissige Helferinnen und Helfer angewiesen.
Der Verein sucht dringend Verstärkung. Wenn möglich Helferinnen und Helfer mit eigenem Auto für das Abholen der Waren, herrichten, verlesen und abgeben. Wenn sich jemand angesprochen fühlt und freie Zeit hat, die man selbst einteilen kann, darf man sich gerne melden bei :
Irene Eberle, Telefon Nr. 071 688 64 39 oder per E-Mail ir.eberle@bluewin.ch.
Von Desirée Müller